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Polizeibericht

Mann beleidigt, schlägt und würgt trans Frau in Düsseldorf

Am frühen Donnerstagabend musste ein trans Frau nach einer queerfeindlichen Attacke in Düsseldorf-Pempelfort in einer Klinik behandelt werden. Die Polizei veröffentlichte eine detaillierte Beschreibung des mutmaßlichen Täters.


Symbolbild: Einsatzwagen der Polizei (Bild: AG-Pics / pixabay)

Der Staatsschutz der Düsseldorfer Polizei sucht Zeug*­innen nach einer transfeindlichen Gewalttat am Donnerstagabend in Pempelfort.

Nach den bisherigen Ermittlungen kam es am 1. Juni 2023 gegen 19.50 Uhr an der Kaiserstraße im Bereich des dortigen Zugangs zum U-Bahnhof Nordstraße nach anfänglichen Beleidigungen durch einen Mann zu einem körperlichen Angriff auf eine trans Frau. Der Mann soll mit seinen mitgeführten Taschen mehrfach auf sie eingeschlagen und sie am Boden liegend gewürgt haben.

Der Täter konnte unerkannt flüchten

Ersten Angaben von Zeug*innen zufolge habe sich der Angreifer anschließend durch den unterirdischen Bereich bis zum Aufgang Richtung Ergo-Tower entfernt. Die trans Frau wurde zur ärztlichen Behandlung in eine Klinik gebracht. "Nach derzeitigem Erkenntnisstand könnte eine transfeindliche Motivation des Mannes tatleitend gewesen sein", heißt es im Polizeibericht. Aus diesem Grund hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Der Unbekannte ist etwa 35 Jahre alt und von athletischer Statur bei einer Größe von rund 1,75 Metern. Er hat kurze braun-graue Haare sowie abstehende Ohren und war mit einem grünen oder grauen Oberteil sowie einer Jeanshose bekleidet. Er führte zwei dunkle Akten-/Laptoptaschen mit sich. Die Geschädigte hat einen osteuropäischen Akzent in seiner Stimme wahrgenommen. Hinweise nimmt die Düsseldorfer Polizei unter Telefon (0211) 8700 entgegen.

Queerfeindliche Gewalt auch in Hannover

Erst am vergangenen Wochenende war es am Rande des CSD Hannover zu einem Angriff auf einen trans Mann und eine nichtbinäre Person gekommen (queer.de berichtete). Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) verurteilte den Übergriff als "erschütternd und schockierend". Er zeige, "dass unsere Gesellschaft diesem queerfeindlichen Akt der Gewalt geschlossen gegenüberstehen und für ein gerechteres Morgen kämpfen muss".

Für Sonntag, den 4. Juni 2023 ist in Hannover eine Demonstration gegen queerfeindliche Gewalt geplant. Sie findet um 19 Uhr am Tatort, dem Ernst-August-Platz, statt. (mize/pm)

Update 14h: Opfer ist bekannte Klimaaktivistin Iza Hofmann

Bei dem Opfer des Angriffs handelt es sich um die bekannte Klimaaktivistin Iza Hofmann. Die hauptberufliche Rettungssanitäterin berichtete am Donnerstag auf ihrem Twitter-Account von der Tat. Am Freitag ergänzte sie, sie sei jetzt aus dem Krankenhaus entlassen. "Mir geht es physisch und psychisch sehr gut. Danke für den überwältigenden Support."

Twitter / izahofmann_
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Nach eigenen Angaben hat sich Hofmann bei dem Angriff gewehrt. "Ich hab dem Fascho hoffentlich noch einige mitgeben können, bevor ich dann zusammenbrach", heißt es im ersten Tweet. Später ergänzte sie: "Zu Einzelheiten über den Kampf werde ich aus rechtlichen Gründen erst mal nichts sagen."

Twitter / izahofmann_
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Zur Gewalttat schrieb sie außerdem: "Ein guter Tag, um darauf aufmerksam zu machen, dass Transfeindlichkeit ein reales Problem ist und es zivilgesellschaftlichen Widerstand dagegen braucht."

#1 IsabellAnonym
#2 JulianFixAnonym
  • 03.06.2023, 10:25h
  • Als Düsseldorfer macht es mich besonders betroffen. Und ich dachte, die Nachricht, dass sämtliche neuen Regenbogenbänke allesamt sofort beschmiert waren, wäre eine schlimme Nachricht.

    Gute Besserung von Herzen aus Düsseldorf nach Düsseldorf!
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#3 HexeAnonym
  • 03.06.2023, 10:38h
  • Gute Besserung Schwester. Hoffe der hat auch ordentlich was abbekommen. Go girl! <3
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