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Saarbrücken

18-Jährige nach queer­feindlichen Angriffen beim CSD angeklagt

Vor einem Jahr griff eine 18-Jährige mehrere jugendliche Teilnehmer*innen des CSD SaarLorLux in Saarbrücken an. Bald steht sie u.a. wegen schwerer Körperverletzung vor Gericht.


Fast genau ein Jahr nach den queer­feindlichen Angriffen erhob die Staatsanwaltschaft Anklage (Bild: Hans Splinter / flickr)

  • 6. Juni 2023, 02:24h 2 1 Min.

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat eine 18-Jährige nach queerfeindlichen Angriffen beim CSD SaarLorLux 2022 u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Das berichtete am Montag der Saarländische Rundfunk.

In dem Strafverfahren geht es um zwei Vorfälle am 12. Juni 2022 nach der CSD-Demonstration. Laut Anklage beleidigte die junge Frau zunächst eine jugendliche Pride-Teilnehmerin in der Nähe der Europagalerie und schlug ihr mit der flachen Hand ins Gesicht. Wenig später soll sie eine Gruppe von queeren Jugendlichen beschimpft, mit einer Getränkedose beworfen und mit Pfefferspray verletzt haben.

Die Anklage erfolgte kurz vor dem diesjährigen CSD SaarLorLux in Saarbrücken, der unter dem Motto "Welcome to Queertopia" steht. Das zweitägige Straßenfest in der oberen Mainzer Straße wird am Samstag, den 10. Juni 2023 um 17 Uhr eröffnet. Die Demoparade durch die Innenstadt startet am Sonntag, den 11. Juni um 15 Uhr in der Hafenstraße. (cw)

-w-

#1 IssaAnonym
  • 06.06.2023, 16:41h
  • Das ist ja schön und gut, aber nach 12 Monaten erst Anklage zu erheben hat kaum noch einen erzieherischen Effekt.

    Die Täterin hat daraus längst eines gelernt: Ich kann machen was ich will, mir passiert nichts. Selbst wenn sie dann verurteilt wird, das Verhaltensmuster wird nach einer so späten Konsequenz nicht mehr durchbrochen werden.

    So zieht man Intensivtäter*innen heran.
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#2 flecktarngay
  • 06.06.2023, 18:04hBremen
  • Antwort auf #1 von Issa
  • Auch wenn eine Bestrafung erst nach längerer Zeit
    ausgesprochen wird hat es eine Wirkung auf die
    Person . Wichtig ist überhaupt eine Strafe, aber leider
    werden zu viele Straftaten mit dem Mäntelchen der
    Liebe zugedeckt oder man versucht alles als ungeschehen zu betrachten und genau das wollen
    doch viele Zeitgenossen .
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