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Spielabbruch
Wieder schwulenfeindliche Gesänge bei Mexiko-Spiel
Das Fan-Verhalten besiegelte die Niederlage Mexikos gegen die USA im Halbfinale der Concacaf Nations League.

Das Spiel wurde wegen der Fan-Gesänge erst unterbrochen und später vorzeitig abgebrochen
- 16. Juni 2023, 08:30h 2 Min.
Dank der Treffer von Ex-Dortmund-Profi Christian Pulisic und des Augsburgers Ricardo Pepi hat die US-Fußball-Auswahl das Finale der Nations League des Verbandes Concacaf erreicht, wo sie gegen Kanada antritt. Der 3:0 (1:0)-Erfolg gegen Mexiko am Donnerstag (Ortszeit) in Las Vegas war überschattet von je zwei Platzverweisen pro Mannschaft und homophoben Fan-Gesängen.
Schiedsrichter Iván Barton aus El Salvador, der bei der vergangenen WM das deutsche Vorrundenspiel gegen Japan geleitet hatte, unterbrach die Partie in der 90. Minute wegen homophober Gesänge. Warnungen über Lautsprecher und Stadion-Bildschirme warnten vor einem kompletten Abbruch, sollten die Gesänge nicht aufhören.

Barton ließ danach nicht wie vorgesehen zwölf Minuten nachspielen, sondern pfiff in der achten Minute der Nachspielzeit ab, als die Gesänge erneut begannen.
Mexikanische Fans (und die einiger weiterer lateinamerikanischer Länder) sind bekannt für ihre homophoben Fangesänge. In der Regel geht es um den oft zum Torabstoß in Richtung des gegnerischen Torwarts oder auch sonst geschrieenen Ausdruck "Puto". Der Begriff kann mit "Schwuchtel" oder "Stricher" übersetzt werden. Nachdem die Nutzung jahrelang ignoriert wurde, werden die Fan-Gesänge zunehmend kritisiert und sanktioniert.
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So hatte der Weltverband FIFA das mittelamerikanische Land in den letzten Jahren schon mehr als ein Dutzend Mal wegen entsprechender Gesänge bestraft, unter anderem mit Geisterspielen. Zuletzt hatte die FIFA im vergangenen Dezember nach dem Ausscheiden Mexikos bei der WM in Katar wegen Gesängen der Fans ermittelt (queer.de berichtete). Der mexikanische Verband selbst drohte Fans, die wegen derartiger Gesänge erwischt werden, mit fünf Jahren Stadionverbot. (cw/dpa)















Das ändert nichts daran, dass an der Aktion des Schiedsrichters alles richtig ist. Vll. täte Mexiko gut, die Spiellizenz für ein ganzes Jahr zwangsweise abzugeben, denn offensichtlich scheinen die wiederholten Strafen noch nicht weh genug zu tun.
Das Eingreifen des Schiedsrichters mit Spiel- und Punktverlust sollte die UEFA und die europäischen Nationalligen zum Standard und verpflichtend machen. Im ethisch entkernten England werden die "Stricher-Gesänge" als kulturelles Fangut betrachtet.