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CSD SaarLorLux

Saarbrücken: Entsetzen über queer­feindliche Angriffe

Während des CSD wurde der Betreiber einer queeren Bar vor dieser angegriffen. Offenbar kam es am letzten Samstag noch zu weiteren Vorfällen.


Teilnehmende des CSD SaarLorLux am letzten Samstag (Bild: LSVD Saar / FB)

  • 16. Juni 2023, 18:27h 5 2 Min.

Am letzten Samstag ist ein bekannter Saarbrücker Szene-Gastronom am Rande des CSD angegriffen worden. Das berichten mehrere lokale Medien, der Angegriffene selbst bei Instagram und ein mit ihm für ein Projekt gegen Gewalt zusammenarbeitender Journalist in einem Video.

Der trans Mann Joshua Kuhn, Betreiber des einraum 2.0 habe demnach am Nachmittag für den CSD-Stand Sachen aus dem Laden an der Mainzer Straße, auf der auch das Pride-Straßenfest stattfand, holen wollen, als er "feige von hinten" attackiert und mit den Kopf an die Tür der Bar geschlagen worden sei. Zum Glück habe er "'nur' ein blaues Auge" davongetragen.

Dazu habe ein Angreifer "Scheiß Homo" gesagt, berichtet der mit Kuhn befreundete Journalist Wolfram Jung in seinem Facebook-Video. Seit dem Vorfall habe man weitere Rückmeldungen über Gewalt beim CSD bekommen: "Es sind Leute angespuckt worden während der Parade, es sind Leute auf dem Heimweg angegangen worden."

Die beiden Männer hatten vor und zum Pride in sozialen Netzwerken die Aktion "Bunt, laut, sweet, proud" gestartet, bei der Menschen in der Öffentlichkeit unter dem Hashtag #blsp entsprechende Videos für ein Musikvideo drehen sollen – als Zeichen der Sichtbarkeit in Saarbrücken wie als Zeichen gegen Hass und queerfeindliche Gewalt. Über die Aktion berichtetekurz vor dem CSD auch der SWR. Ein im Video des Senders gezeigter Tänzer wurde noch am gleichen Abend wegen seiner Regenbogenfahne von drei Männern angepöbelt, eine Drag Queen sei nach ihrem Dreh "angespruckt, beschimpft und beleidigt" worden, so Jung.

bin sauer und traurig schon wieder. #pridemonth23 #pridemonth #csd #queer #CSD #Pride #lgbtqiaplus #lgbtq #lgbtqia #Toleranz #together

Posted by Wolfram Jung on Wednesday, June 14, 2023
Facebook / Wolfram
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Die CSD-Vorfälle, zu denen man noch Informationen sammmelt, seien ein erneutes Zeichen, "dass etwas gewaltig schiefläuft" und "wie wichtig unsere blöde kleine Aktion" ist, betonte Jung. Er rief dazu auf, sich etwa vor Ort weiter an der Video-Aktion zu beteiligen. "Setzt ein Zeichen, dass wir keine Angst haben. Und dass wir viele sind."

???? #CSD #csdsaarlorlux #Pride

Posted by LSVD Saar on Tuesday, June 13, 2023
Facebook / LSVD Saar | Auch der LSVD Saar, Organisator des Prides, vermeldete "einige queerfeindliche Vorfälle im Umfeld des CSD", denen man nachgehen werde
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An der Demonstration zum CSD SaarLorLux 2023 unter dem Motto "Welcome to Queertopia" nahmen nach offiziellen Angaben rund 10.000 Personen teil. Die Polizei sprach von zusätzlichen rund 75.000 Zuschauenden und vermeldete zunächst als einzigen Zwischenfall, dass eine Teilnehmerin von der Ladefläche eines Trucks gefallen sei (queer.de berichtete). (cw)

-w-

#1 Pride
  • 16.06.2023, 20:45h...
  • Es zeigt, dass klare Gesetze zu queerer Selbstbestimmung und gegen Queerfeindlichkeit her müssen. Wir brauchen keine Bundesregierung, die Queerfeindlichtkeit initiert und ihr hinterher läuft. Demonstrieren wir für unsere Rechte und gegen Queerfeindlichkeit in Parteien und Gesellschaft jetzt insbesondere auf den vielen CSDs!
  • Direktlink »
#2 Elena
  • 16.06.2023, 22:02h
  • Antwort auf #1 von Pride
  • Einerseits. Andererseits, muss es auch Opfer unter den Tätern geben. So wie Putin nicht gewinnen darf, dürfen Transfeinde nicht gewinnen. Selbe Logik.
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#3 Pride