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Genf

UN-Menschenrechtsrat will Schutz von Regenbogen­familien stärken

37 Länder rufen dazu auf, "eine inklusive Sicht auf Familien zu haben und sicherzustellen, dass Gleichheit, Nicht-Diskriminierung und die Universalität der Menschenrechte weiterhin im Mittelpunkt der Unterstützung der Familie stehen".


Symbolbild: Zwei Mütter mit ihrem Kind auf einer Pride-Parade (Bild: Quinn Dombrowski / wikipedia)

  • 21. Juni 2023, 00:28h - 2 Min.

Fast 40 Länder haben vor den Vereinten Nationen die Anerkennung vielfältiger Familienformen – einschließlich Regenbogenfamilien – unterstützt. Es gebe "eine große Vielfalt in den Familien auf der ganzen Welt" und die Unterstützung von Familien müsse daher "alle Familienformen umfassen, einschließlich Mehrgenerationen- und Großfamilien, Alleinerziehende, Regenbogenfamilien und indigene Verwandtschaftsgruppen", hieß es in einer Erklärung, die am Dienstag von der australischen Vertreterin vor dem Menschenrechtsrat verlesen wurde.

37 Länder unterzeichneten den Text – hauptsächlich Staaten aus Europa und Amerika, aber auch Israel, Neuseeland und Osttimor. Die Unterzeichnerstaaten rufen die UN und ihre Mitgliedstaaten darin dazu auf, "weiterhin eine inklusive Sicht auf Familien zu haben und sicherzustellen, dass Gleichheit, Nicht-Diskriminierung und die Universalität der Menschenrechte weiterhin im Mittelpunkt der Unterstützung der Familie stehen".

Streit um LGBTI-Rechte in allen UN-Gremien

Die Erklärung kann als Kritik an Ländern aufgefasst werden, die streng am heteronormativen traditionellen Familienbild – ein Vater, eine Mutter und deren Kinder – festhalten. Muslimische Staaten, die von der Organisation für Islamische Zusammenarbeit unterstützt werden, aber auch Länder Afrikas sowie Russland und China versuchen, frühere Beschlüsse der Vereinten Nationen, die die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität verurteilen, wieder rückgängig zu machen.

Die Themen sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität sind zu einem ernsten Streitpunkt in allen UN-Gremien geworden und stehen auch im Mittelpunkt der am Montag begonnenen Sitzung des Menschenrechtsrats, die bis Mitte Juli gehen wird. (cw/AFP)

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