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US-Sängerin

Lizzo spendet 50.000 Dollar zugunsten Schwarzer trans US-Amerikaner*­innen

Weil in den USA dem Ende der Sklaverei gedacht wird, macht die Sängerin vier Mal die Summe von 50.000 für Schwarze Bürger*innenrechte locker. Eine der Spenden kommt trans Menschen zugute.


US-Sängerin und Rapperin Lizzo auf Instagram (Bild: Lizzo / Instagram)
  • 22. Juni 2023, 15:26h - 3 Min.

Die US-amerikanische Sängerin und Rapperin ist bekannt für ihre Single "Juice", "2 Be Loved (Am I Ready)" oder auch für "Tempo". Mit "About Damn Time" war sie die erste Schwarze Sängerin seit Whitney Houston, die einen Grammy Award für die Aufnahme des Jahres gewann.

Und ähnlich wie Houston damals pflegt Lizzo heute eine spezielle Beziehung zur LGBTI-Community. Das machte sie nun erneut deutlich, indem sie 50.000 Dollar für das Marsha-P.-Johnson-Institut stiftete. Die nach der New Yorker Stonewall-Vorkämpferin benannte Vereinigung widmet sich den Rechten Schwarzer transgeschlechtlicher Menschen.

"Wir wissen, wer Marsha P. Johnson ist"

Das Institut sei, wie Lizzo erklärte, als direkte Antwort auf die "in der ganzen Nation vonstatten gehende und gewaltig unterberichtete Epidemie der Morde an Schwarzen trans Frauen" gegründet worden. Es organisiere die Community, setze sich für die Menschen ein und schaffe Raum zur Heilung, sagte die Sängerin.

"Das ist richtig, wir wissen, wer Marsha P. Johnson ist, und wir wissen, was Marsha P. Johnson für die LGBT- – Betonung liegt auf dem T – Q-Community getan hat", sagte Lizzo in ihrer Bekanntmachung auf Instagram. Doch die Spende soll nicht für sich allein stehen. Ihre Fans forderte sie auf, ebenfalls Geld für Non-Profit-Organisationen Schwarzer US-Amerikaner*innen zu spenden. "Ich hoffe, dass euch das sehr hilft, unsere schwarze trans Familie zu beschützen" richtete die Sängerin schließlich ihre Grüße an die Aktivist*innen aus.

Angekündigt sind vier Spenden zu je 50.000 Euro. Die zweite Spende ging dabei an die Organisation Black Girls Smile, die sich für die psychische Gesundheit Schwarzer Mädchen einsetzt.

Spende zum Feiertag wegen Ende der Sklaverei

Anlass der Spenden ist der Juneteenth, der 19. Juni. Seit 2021 ist der ein bundesweiter Feiertag in den Vereinigten Staaten und erinnert an den Tag, an dem den letzten afrikanisch-amerikanischen Versklavten im Jahr 1865 die Aufhebung der Sklaverei bekannt geworden ist – zweieinhalb Jahre nach deren offizieller Abschaffung. Zum Feiertag wurde der Juneteenth vor zwei Jahren unter Präsident Joe Biden.

Als man Lizzo einmal nach ihrer sexuellen Orientierung fragte – das war im Juni 2018 – antwortete sie, dass sie sich persönlich nicht nur einer Sache zurechne – "darum sind die Farben für LGBTQ+ auch ein Regenbogen!" Es gebe ein Spektrum der Farben, momentan werde aber versucht, die Dinge schwarz und weiß zu halten. "Das funktioniert für mich einfach nicht". Später stellte sie die Sache aber noch ein wenig klarer. Sie verstehe sich als Ally und neige in Richtung Heterosexualität. Das scheint ihre Fans aus der Community, die Lizzo selbst als "Lizzbians" bezeichnete, indes wenig zu stören.

Kurz vor ihrem Durchbruch vor wenigen Jahren hatte Lizzo noch angefangen, zu zweifeln, ob sie mit der Musik den richtigen Weg in ihrem Leben eingeschlagen hatte. Konzertausschnitte der Rapperin gingen dann im Jahr 2018 viral – der Grund: ihre Flötensolos, die sie bei Live-Auftritten regelmäßig zum Besten gab, während sie zeitgleich twerkte. Mit den sich schnell verbreitenden Clips wurde Lizzo zum US-Star. Die Sängerin spielte daraufhin ausverkaufte Konzerte und war in US-Talkshows zu Gast.

Doch hatte sie die Rechnung ohne den Netflix-Film "Someone Great" gemacht, der sie 2019 endgültig zum internationalen Phänomen machen sollte. In der Komödie wird "Jane The Virgin"-Star Gina Rodriguez das Herz gebrochen. Trost findet sie in einer legendären Szene im Alkohol und dem Song "Truth Hurts" von Lizzo. Über Nacht wurde der zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Jahre alte Song weltweit zum Hit. Gut, dass Lizzo da gerade mit "Cuz I Love You" ihr drittes Studioalbum auf den Markt geworfen hatte, das ihre neuen Fans nun fleißig kaufen konnten. (jk)