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Fußball
Trotz homofeindlicher Entgleisung: Schalke verpflichtet Marius Müller
Als Torwart beim FC Luzern beschwerte er sich letztes Jahr über "schwules Weggedrehe" seiner Mannschaftskameraden und wurde deshalb zu einer Geldstrafe verurteilt. Jetzt hat Marius Müller einen neuen Job in Gelsenkirchen.

Marius Müller spielte seit 2019 für den FC Luzern (Bild: IMAGO / Pius Koller)
- 22. Juni 2023, 22:20h 2 Min.
Bundesliga-Absteiger FC Schalke 04 hat den deutschen Torhüter Marius Müller vom FC Luzern aus der Schweiz verpflichtet. Der 29-Jährige unterschrieb bei den Gelsenkirchenern einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2024/25, wie der Fußball-Zweitligist am Donnerstag mitteilte. Über die Transfermodalitäten vereinbarten die beiden Clubs Stillschweigen.
"Marius ist ein erfahrener Spieler, der uns mit seiner Qualität viel Sicherheit im Torhüter-Team gibt", sagte Schalkes Sportdirektor André Hechelmann laut Vereinsmitteilung. Der gebürtige Heppenheimer Müller stand vor seinem Wechsel nach Luzern bereits bei RB Leipzig und beim 1. FC Kaiserslautern unter Vertrag.
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Im vergangenen Sommer sorgte Müller mit einer homofeindlichen Entgleisung für Schlagzeilen. Der Torwart hatte sich am 13. August 2022 über die Niederlage seines Vereins gegen den FC St. Gallen geärgert und in einem Fernsehinterview abfällig über die Verteidiger seiner Mannschaft geäußert. Statt in den Ball zu gehen, warf er ihnen "schwules Weggedrehe" vor (queer.de berichtete). Der Verein und Müller selbst baten nach einer Welle der Empörung um Entschuldigung (queer.de berichtete). Von der Schweizer Fußballliga Swiss Football League (SFL) wurde Müller zu einer Geldstrafe verurteilt (queer.de berichtete). (cw)













