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Antwort auf Kleine Anfrage
Sachsen: Zahl queerfeindlicher Straftaten verdoppelt
Die Polizei registrierte einen starken Anstieg von Hassdelikten gegen sexuelle und geschlechtliche Minderheiten. Die Linke fordert Konsequenzen.
- 23. Juni 2023, 11:02h 2 Min.
Die Angriffe auf Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität haben im vergangenen im Freistaat Sachsen Jahr deutlich zugenommen. Insgesamt wurden 92 solche Straftaten registriert, geht aus einer am Freitag veröffentlichten Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Sarah Buddeberg (Linke) hervor.
Die queerpolitische Sprecherin der linken Landtagsfraktion fragt Zahlen dazu regelmäßig ab und zeigte sich sehr besorgt. "Das Ergebnis sollte alle aufschrecken: Von 2021 zu 2022 stieg die Anzahl der geschädigten Personen um 50 Prozent. Zwei der Opfer dieser queerfeindlichen Angriffe wurden schwer verletzt." Insgesamt seien 18 Menschen geschädigt worden, im Jahr zuvor 12. Die Zahl der Straftaten hatte sich mehr als verdoppelt. 2021 waren es 44.
Unabhängige Meldestelle gefordert
Buddeberg forderte Konsequenzen. "Ein wichtiger Schritt in Sachsen wäre eine unabhängige Meldestelle, wie sie in anderen Bundesländern Standard ist. Auch die Staatsregierung täte gut daran, die Forderungen aus der queeren Community aufzugreifen. Alle Menschen haben das Recht auf ein sicheres und gewaltfreies Leben", betonte die Politikerin.
Ferner kritisierte Buddeberg die eigenartige Statistik in Sachsen. So mute "es absurd an, dass die sächsische Polizei auch eine friedliche Demonstration gegen sexuelle Gewalt als 'männerfeindliche Straftat' in der Statistik führt, nur weil diese nicht im Vorfeld angezeigt wurde", erklärte die Linkenpolitikerin.
In Sachsen regiert eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD. Im Landtag kommt es immer wieder zu queerfeindlichen Tiraden. Erst vor wenigen Wochen machte die rechtsextreme AfD gegen Vielfalt an Schulen Stimmung. Ein Redner warnte etwa davor, dass in anderen Bundesländern "Transen vor die Schulen geschickt werden" (queer.de berichtete). (dpa/dk)

















Auch der rechtsextreme Höcke stört solche Leute nicht.