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Fußball

Bayern München beendet umstrittene Zusammenarbeit mit Qatar Airways

Nach fünf Jahren trennt sich der Bundesligaclub von dem lukrativen wie kritisierten Sponsoren-Deal.


Zu dem Deal gehörten unter anderem das Fluglinien-Logo auf Spielerärmeln und im Stadion, ein Trainingslager in Doha oder von der Airline organisierte Fanmeetings (Bild: Qatar Airways)

Der FC Bayern München und die Fluglinie Qatar Airways beenden die Zusammenarbeit. Der deutsche Fußball-Rekordmeister und das staatliche Unternehmen aus Katar haben sich darauf geeinigt, den zum 30. Juni auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Das teilte der Verein in einer gemeinsamen Erklärung mit der Fluglinie am Mittwoch mit.

Seit Jahren wird die lukrative Sponsorenbeziehung des Vereins zur Fluggesellschaft kontrovers diskutiert und hatte für viel Kritik gesorgt. Auch bei Jahreshauptversammlungen des FC Bayern ging es bei diesem Thema schon heiß her. Grund für Kritik ist die Menschenrechtssituation in Katar, die im letzten Jahr, als das Emirat die deshalb umstrittene Fußball-Weltmeisterschaft ausrichtete, noch weiter in den Vordergrund stieß. Die Regierung des Emirats weist die Kritik oft brüsk zurück, vor der WM kritisierte auch der Chef von Qatar Airways eine "negative Medienkampagne" (queer.de berichtete).

Teil der Kritik ist die Lage queerer Menschen in Katar, die sich nach der WM Medienberichten zufolge noch verschlechtert hatte (queer.de berichtete). In Katar ist Homosexualität gesetzlich verboten und kann im Extremfall mit der Todesstrafe geahndet werden. Durch die zunehmende Kritik von Fans, die teilweise nicht zur WM nach Katar reisten oder dort von Regenbogenprotesten abgehalten wurden, aber auch Spielern unter anderem von Bayern München, die etwa als Teil der WM-Mannschaft ein Zeichen setzen wollten (queer.de berichtete), wuchs auch der Druck auf den Club – der kurz nach der WM seine Spieler wieder ins Trainingslager nach Doha geschickt hatte.

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Neuer Sponsor noch unbekannt

"Der FC Bayern München und Qatar Airways haben erfolgreich zusammengearbeitet und voneinander gelernt", sagte der Münchner Vorstandschef Jan-Christian Dreesen laut der Erklärung, die keine direkte Kritik enthält. "Es war immer das Ziel des FC Bayern und von Qatar Airways, Menschen durch Fußball zu verbinden, auch durch Frauenfußball. Durch vertrauensvollen, offenen Austausch sind Freundschaften entstanden, die weiter bestehen werden."

Zuletzt führte der FC Bayern mit dem Unternehmen aus Doha Gespräche. Der Verein prüfte dabei, ob er eine weitere Zusammenarbeit hinbekommt, die sowohl den wirtschaftlichen Zielen als auch der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird. Laut Mitteilung handelt es sich um eine einvernehmliche Entscheidung beider Seiten.

Wer in Zukunft den Ärmel des deutschen Meisters zieren wird, ist noch nicht final entschieden. Die Verantwortlichen befinden sich in Gesprächen mit potenziellen Nachfolge-Sponsoren. (cw/dpa)

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#1 ManolitoAnonym
  • 29.06.2023, 09:42h
  • "Nach fünf Jahren trennt sich der Bundesligaclub von dem lukrativen wie kritisierten Sponsoren-Deal."

    Diese Überschrift suggeriert, dass die Trennung vom FC Bayern ausging.
    In der Süddeutschen Zeitung liest sich das ein wenig anders. Nach deren Darstellung hatte Katar kein Interesse mehr den Vertrag zu verlängern.

    www.sueddeutsche.de/sport/fc-bayern-katar-sponsoring-ende-gr
    und-1.5977623



    "Es soll sogar bereits eine Übereinkunft, den Ende dieses Monats auslaufenden Vertrag zu verlängern, ziemlich weit gediehen gewesen sein. Aber dann, dies erfuhr die SZ aus mehreren Quellen, soll der Emir persönlich die Reißleine gezogen haben."
  • Direktlink »
#2 edelstrichAnonym
  • 29.06.2023, 11:10h
  • Antwort auf #1 von Manolito
  • Kann dir nur zustimmen.

    Dieser Artikel ist doch leicht missverständlich formuliert. Schon die Überschrift suggeriert, dass sich der FCB aktiv vom Sponsor getrennt hätte.
    Genau umgekehrt wird ein Schuh draus:
    Die Verträge zur Verlängerung des Sponsoring waren bereits unterschriftsreif ausgehandelt. Doch dann kam das Veto des Emirs.

    Hat sich die Geld-ist-geil-und-scheiss-auf-Menschenrechte-Politik des FCB trotz aller Bückerei vor zutiefst undemokratischen Strukturen nicht ausgezahlt.
    Hoeneß kann dann ja auf der nächsten MV dem Zeitgeist entsprechend die Schuld dafür Queers und anderen Minderheiten geben.
    Putin braucht grad PR - da könnte doch was gehen, wenn Uli sich brav ins Zeug legt.
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