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Fußball
Bayern München beendet umstrittene Zusammenarbeit mit Qatar Airways
Nach fünf Jahren trennt sich der Bundesligaclub von dem lukrativen wie kritisierten Sponsoren-Deal.

Zu dem Deal gehörten unter anderem das Fluglinien-Logo auf Spielerärmeln und im Stadion, ein Trainingslager in Doha oder von der Airline organisierte Fanmeetings (Bild: Qatar Airways)
- 28. Juni 2023, 10:07h 2 Min.
Der FC Bayern München und die Fluglinie Qatar Airways beenden die Zusammenarbeit. Der deutsche Fußball-Rekordmeister und das staatliche Unternehmen aus Katar haben sich darauf geeinigt, den zum 30. Juni auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Das teilte der Verein in einer gemeinsamen Erklärung mit der Fluglinie am Mittwoch mit.
Seit Jahren wird die lukrative Sponsorenbeziehung des Vereins zur Fluggesellschaft kontrovers diskutiert und hatte für viel Kritik gesorgt. Auch bei Jahreshauptversammlungen des FC Bayern ging es bei diesem Thema schon heiß her. Grund für Kritik ist die Menschenrechtssituation in Katar, die im letzten Jahr, als das Emirat die deshalb umstrittene Fußball-Weltmeisterschaft ausrichtete, noch weiter in den Vordergrund stieß. Die Regierung des Emirats weist die Kritik oft brüsk zurück, vor der WM kritisierte auch der Chef von Qatar Airways eine "negative Medienkampagne" (queer.de berichtete).
Teil der Kritik ist die Lage queerer Menschen in Katar, die sich nach der WM Medienberichten zufolge noch verschlechtert hatte (queer.de berichtete). In Katar ist Homosexualität gesetzlich verboten und kann im Extremfall mit der Todesstrafe geahndet werden. Durch die zunehmende Kritik von Fans, die teilweise nicht zur WM nach Katar reisten oder dort von Regenbogenprotesten abgehalten wurden, aber auch Spielern unter anderem von Bayern München, die etwa als Teil der WM-Mannschaft ein Zeichen setzen wollten (queer.de berichtete), wuchs auch der Druck auf den Club – der kurz nach der WM seine Spieler wieder ins Trainingslager nach Doha geschickt hatte.
Neuer Sponsor noch unbekannt
"Der FC Bayern München und Qatar Airways haben erfolgreich zusammengearbeitet und voneinander gelernt", sagte der Münchner Vorstandschef Jan-Christian Dreesen laut der Erklärung, die keine direkte Kritik enthält. "Es war immer das Ziel des FC Bayern und von Qatar Airways, Menschen durch Fußball zu verbinden, auch durch Frauenfußball. Durch vertrauensvollen, offenen Austausch sind Freundschaften entstanden, die weiter bestehen werden."
Zuletzt führte der FC Bayern mit dem Unternehmen aus Doha Gespräche. Der Verein prüfte dabei, ob er eine weitere Zusammenarbeit hinbekommt, die sowohl den wirtschaftlichen Zielen als auch der gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird. Laut Mitteilung handelt es sich um eine einvernehmliche Entscheidung beider Seiten.
Wer in Zukunft den Ärmel des deutschen Meisters zieren wird, ist noch nicht final entschieden. Die Verantwortlichen befinden sich in Gesprächen mit potenziellen Nachfolge-Sponsoren. (cw/dpa)















Diese Überschrift suggeriert, dass die Trennung vom FC Bayern ausging.
In der Süddeutschen Zeitung liest sich das ein wenig anders. Nach deren Darstellung hatte Katar kein Interesse mehr den Vertrag zu verlängern.
www.sueddeutsche.de/sport/fc-bayern-katar-sponsoring-ende-gr
und-1.5977623
"Es soll sogar bereits eine Übereinkunft, den Ende dieses Monats auslaufenden Vertrag zu verlängern, ziemlich weit gediehen gewesen sein. Aber dann, dies erfuhr die SZ aus mehreren Quellen, soll der Emir persönlich die Reißleine gezogen haben."