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Zeug*innenaufruf
Hamburg: Wegen Regenbogenbeflaggung mit Tod bedroht
Die Polizei sucht Zeug*innen, nachdem ein Mann sich in einer Werbeagentur über an der Hausfassade angebrachte Regenbogenflaggen empörte.
- 30. Juni 2023, 13:06h - 2 Min.
Am Donnerstagmorgen hat ein bislang unbekannter Mann eine Mitarbeiterin einer Werbeagentur an der Hamburger Sternschanze "mutmaßlich homophob motiviert bedroht". Das meldet die Polizei in einer Bitte an Zeug*innen des Vorfalls , sich zu melden.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand habe der Unbekannte den Empfangsbereich der Agentur in der Ludwigstraße betreten, um gegenüber der dort angestellten 63-Jährigen seine Abneigung gegen mehrere an der Hausfassade angebrachte Regenbogenfahnen zum Ausdruck zu bringen. Anschließend habe er die Mitarbeiterin für den Fall, dass ein im Empfangsbereich angebrachter Schriftzug zum Pride-Day nicht entfernt würde, verbal mit dem Tod bedroht und das Gebäude verlassen.
Der Verdächtige wird wie folgt beschrieben: westeuropäisches Erscheinungsbild, 40 bis 45 Jahre alt, ca. 180 cm groß, mit schlanker Figur, Glatze, Brille und dunkler Bekleidung.
Die Ermittlungen werden bei dem für Hasskriminalität zuständigen Landeskriminalamt 73 geführt und dauern an. Hinweise werden erbeten unter der Rufnummer (040) 4286-56789 an das Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder an jede Polizeidienststelle.
Aktion "Hamburg zeigt Flagge"
Im Juni zeigen derzeit viele Firmen und Behörden auf der ganzen Welt und in Deutschland Flagge zum Pride Month. Der genaue Hintergrund der Beflaggung an der unbenannten Werbeagentur sind unklar. In Hamburg ist an diesem Mittwoch auch die jährliche Aktion "Hamburg zeigt Flagge" im Vorfeld des CSD gestartet.
Habt ihr euch schon mit ????-Flaggen eingedeckt? In vier Wochen startet die Aktion "Hamburg zeigt Flagge" ? und zwar...
Posted by Hamburg Pride – CSD Hamburg on Wednesday, June 28, 2023
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"Von Jahr zu Jahr beteiligen sich immer mehr Hamburger*innen daran und setzen ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Akzeptanz und Weltoffenheit", heißt es auf der Webseite der Aktion – eine entsprechende Google-Map zeigt ein Meer an Flaggen. "Rathaus, Handelskammer, Bezirksrathäuser und Behörden oder Polizeipräsidium, Gericht und sogar Gefängnis haben zuletzt mitgemacht, ebenso Theater, Museen, Kirchen und öffentliche Einrichtungen. Dazu Hotels, zahlreiche Firmen und viele Privatpersonen." (cw/pm)















