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Polizeibericht

München: Drei Verletzte nach queer­feindlichem Angriff

Zwei Jugendliche griffen im Westend erst eine 20-jährige Person, dann einen zur Hilfe eilenden Passanten und schließlich einen Polizisten an. Sie sitzen nun in U-Haft.


Symbolbild für den Polizeieinsatz (Bild: Polizei München)

  • 30. Juni 2023, 20:08h - 2 Min.

In München ermittelt das Polizei-Kommissariat 44 für Staatsschutzdelikte nach einem mutmaßlich queerfeindlichen Übergriff am Donnerstagmittag in der Ridlerstraße an der Schwanthalerhöhe. Das berichteten die Polizei am Freitag in einer Mitteilung und später die "Süddeutsche Zeitung" und "tz" mit aktualisierten Informationen.

Demnach sei eine 20-jährige, in den Beschreibungen der Zeitungen "diverse" Person von einem 19-Jährigen und einem 17-Jährigen mit einem Mobiltelefon gefilmt worden. Als die Person die Jugendlichen zur Rede stellte, sei sie von diesen mit homophoben Äußerungen beleidigt und geschlagen worden.

Ein unbeteiligter 23-jähriger Passant habe die Situation bemerkt und sich zwischen die Personen gestellt, um zu schlichten. Dabei sei auch er attackiert worden. Die beiden Angegriffenen wurden leicht verletzt.

Auch Polizist angegriffen

Der 19-Jährige und sein 17-jähriger Begleiter waren zunächst laut Polizei in unbekannte Richtung geflüchtet, konnten jedoch in Tatortnähe angetroffen und festgenommen werden. Bei ihrer Festnahme hätten beide Widerstand geleistet, indem sie auch einen Polizeibeamten angegriffen und hierbei verletzt hätten.

Gegen die beiden Tatverdächtigen wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung, Bedrohung und Widerstand sowie tätlichen Angriffs gegen Polizeibeamte ermittelt. Beide wurden am Donnerstag zunächst in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt; nachdem der Haftrichter laut "tz" am Freitag Untersuchungshaft anordnete, säßen sie inzwischen in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim. Laut "SZ" seien beide "polizeibekannt wegen jeweils rund 20 Delikten, die meisten wegen Körperverletzung".

Am Mittwoch hatte die Gewaltmeldestelle des queeren Zentrums Sub von elf queerfeindlichen Vorfällen beim CSD am letzten Wochenende gesprochen (queer.de berichtete). Wenige Tage zuvor war es zu antisemitischen und schwulenfeindlichen Schmierereien an einem Hauseingang neben einer queeren Bar gekommen (queer.de berichtete). (cw/pm)

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