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Niedersachsen

Hannover: Polizei entfernt queer­feindliches Banner an Schnellstraße

An einer Brücke über den Messeschnellweg in Hannover hängten Unbekannte ein Transparent mit der Aufschrift "Stop LGBT" auf. Die Polizei beschlagnahmte es und prüft bei ihren Ermittlungen auch den Verdacht der Volksverhetzung.


Der Messeschnellweg in Hannover (Bild: Bahnfrend / wikipedia)
  • 1. Juli 2023, 06:24h 9 2 Min.

Queerfeindlicher Vorfall in Hannover: Am Freitag hängten unbekannte Personen an der Brücke der Hans-Böckler-Allee über den Messeschnellweg ein Transparent mit der Aufschrift "Stop LGBT" auf. Darüber berichtete zuerst die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" (HAZ, Bezahlartikel).

Das diskriminierende Banner in Regenbogenfarben war für zahlreiche Verkehrsteilnehmende gut sichtbar. Die Täter*innen hatten für ihre Aktion offenbar bereits vor mehreren Wochen eine Werbeplane für eine Minigolfanlage gestohlen und für ihre Hassbotschaft die Rückseite beschriftet. "Das ist traurig und eine Frechheit", kommentierte der Anlagenbetreiber die Zweckentfremdung seines Eigentums gegenüber der "HAZ". Auch ein weiteres Banner von ihm war entwendet und mit rechten Parolen überschrieben in der Innenstadt von Hannover entdeckt worden.

/ HAZ
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Die Polizei entfernte die beiden Banner. Wie bei Hasskriminalität üblich, hat der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Geprüft werde auch, ob der Slogan "Stop LGBT" den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt, erklärte ein Sprecher gegenüber der Regionalzeitung.

Plakate und Transparente mit der Forderung "Stop LGBT" waren in den vergangenen Jahren oft auf queerfeindlichen Demonstrationen in Osteuropa zu sehen. Auch ein polnischer Gesetzentwurf aus dem Jahr 2020, der alle CSD-Demonstrationen und andere "LGBT-Propaganda" verbieten wollte, wurde so genannt (queer.de berichtete). (mize)

-w-

#1 PeerAnonym
  • 01.07.2023, 11:30h
  • Es wird immer schlimmer. Die Homohasser nehmen sich immer mehr raus und gehen immer weiter mit ihrer Hetze.

    Aber trotz der rasant fortschreitenden Radikalisierung unternimmt die Regierung gar nichts. Die setzen nicht mal ihre Versprechen um.
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#2 flecktarngay
  • 01.07.2023, 13:07hBremen
  • Wir sollten uns doch langsam mal darüber im klaren
    sein, dass derartige Sprüche auf Banner etc. zum
    Alltag gehören und von den Regierungen und der
    Politik gar nicht wahrgenommem werden .
    Unsere ach so " queerfreundlichen " Politiker und auch Kirchen etc, sehen doch hier den Straftatbestand
    der Volksverhetzung nicht gegeben, sondern sind
    der Meinung es ist die " Freie Meinungsäusserung "
    der homophoben Gesellschaft.
    Was sich heute in einigen Europäischen Staaten abspielt ( z.B. Polen/ Ungarn usw. ) ist zwischenzeitlich auch hier bei uns angekommen.
    Mir ist nicht ganz klar wie unsere Politiker den
    steigenden Homo-Hass ansonsten noch begründen
    wollen.
    M.M. Der steigende Zuspruch zu AfD wird dann
    sicherlich als Begründung herhalten müssen, aber
    der ist ja auch Hausgemacht und von den etablierten
    Parteien selbstverschuldet.
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#3 Pride
  • 01.07.2023, 14:33h...
  • Antwort auf #2 von flecktarngay
  • Wie kannst du nur so einen Kommentar absetzen, der in diesem Fall rechtsstaatlich dazu gerade gegensätzich zumindest ansetzt? Die Polizei ermittelt zurecht wegen des Verdachts der Volksverhetzung, was vor Kurzem als Volksverhetzung allgemein überhaupt nicht infrage kam und von Gerichten so gut wie immer negativ beschieden wurde. Nun setzt die Polizei rechtsstaatlich gleich richtig an, dass gegen unsere Grundrechte volksverhetzt wurde und stattdessen ignorierst du einen derart sich wohlmöglich weiter verfestigenden Akt und erhebst dem widersprechende Vorgänge in der Politik zur einzig geltenden aktuellen staatlichen Wahrheit.
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