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"Mahnung" an die Zukunft
Gedenken an homosexuelle Verfolgte in der NS-Zeit
In der Gedenkstätte Buchenwald wurde mit einer Kranzniederlegung an die homosexuellen Opfer des NS-Regimes erinnert.

Seit 2006 erinnert ein Stein in der Gedenkstätte an die homosexuellen Opfer (Bild: tvvdn_bda / instagram)
- 3. Juli 2023, 10:45h 2 Min.
Mit einer Kranzniederlegung mit Redebeiträgen und einer musikalischen Darbietung ist in der Gedenkstätte Buchenwald am Sonntag an die homosexuellen Häftlinge im ehemaligen NS-Konzentrationslager erinnert worden. Zu den Organisatoren der jährlichen Gedenkveranstaltung gehörten der CSD und die Aids Hilfe Weimar, unter anderem nahm die Thüringer Justizministerin Doreen Denstädt (Grüne) teil.
"Queerfeindliche Hasskriminalität, rechtsextreme Stimmungsmache und Wahlerfolge machen uns jeden Tag aufs Neue deutlich, wie wichtig der Einsatz für queere Menschen ist", sagte Denstädt laut Mitteilung. Das Gedenken solle auch als Mahnung verstanden werden: "Lasst uns weiterhin stark für unsere Demokratie und ihre Werte einstehen, so dass rechte Ideologien, Menschenhass und Queerfeindlichkeit nie wieder die Oberhand gewinnen."
/ Linke_ThlGestern fand das jährliche Gedenken an die Rosa-Winkel-Häftlinge im ehemaligen Konzentrationslager #Buchenwald statt. Der #RosaWinkel war zu Zeiten des Nationalsozialismus eine Kenntlichmachung von KZ-Häftlingen, die aufgrund ihrer Homosexualität verhaftet wurden. @KarolaStange pic.twitter.com/lhU4MyfHi2
Linksfraktion Thüringen (@Linke_Thl) July 3, 2023
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Historiker*innen zufolge wurden etwa 700 Männer im Nationalsozialismus als Homosexuelle in die Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora in Thüringen verschleppt. Circa die Hälfte von ihnen überlebte nicht. Im KZ musste die Häftlingsgruppe als Kennzeichnung ein rosa Dreieck auf ihrer Kleidung tragen. An die Verfolgung erinnert auch die Ausstellung "Rosa Winkel", die noch bis 14. Juli in der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu sehen ist und zuvor in der Buchenwalder Gedenkstätte gezeigt wurde.
Instagram / franziskamendler | Franziska Mendler, Historikerin an der Gedenkstätte, zeigt auf Instagram Einblicke in das Begleitheft zur Ausstellung – und in einer nichteinbettbaren Story Bilder der gestrigen Gedenkveranstaltung
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Mit der Veranstaltung endete das Weimarer CSD-Wochenende. Bei der Pride-Demonstrationen waren am Samstag rund 2.000 Menschen durch die Innenstadt zum Straßenfest auf dem Theaterplatz gezogen. (dpa/cw)














