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Polizeibericht
Köln: 18-Jähriger verbrennt Regenbogenfahne in der Innenstadt
Eine Woche vor dem ColognePride zündete ein Heranwachsender in der Nähe des Rudolfplatzes eine Prideflagge an. Bei seinen beiden Begleitern fand die Polizei ein verbotenes Springmesser sowie einen Teleskopschlagstock.
- 4. Juli 2023, 01:15h 2 Min.
Queerfeindlicher Vorfall nur eine Woche vor dem CSD: Dank eines aufmerksamen Anwohners hat die Polizei Köln am Freitagabend drei Heranwachsende im Alter von 18 und 20 Jahren in der Nähe des Rudolfplatzes gestellt. Das meldete die Behörde am Montag.
Der 18-Jährige soll zuvor auf der Richard-Wagner-Straße eine Regenbogenflagge verbrannt haben. Die Einsatzkräfte fanden ein verbotenes Springmesser sowie einen Teleskopschlagstock in den Taschen seiner Begleiter, als diese sich in der Waffenverbotszone aufhielten.
Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung
Nach ersten Erkenntnissen hatte der 18-Jährige gegen Mitternacht die Fahnenstange von einer Hofeinfahrt heruntergerissen und die Regenbogenfahne vor seinen Begleitern auf der Straße angezündet. Ein 19-jähriger Anwohner alarmierte daraufhin die Polizei. Anschließend war die Gruppe in Richtung des Habsburgerrings davongelaufen. Dort meldete kurze Zeit später ein Angestellter des Steigenberger-Hotels drei junge Männer, die in der Lobby mehrere Gäste belästigten.
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Nach ihrer Personalienfeststellung erhielten die drei Verdächtigen Platzverweise. Die Kriminalpolizei der Polizei Köln hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen. Der 18-Jährige und seine Begleiter kommen aus Frechen.
Als Hasskriminalität werden Straftaten bezeichnet, bei denen das Opfer des Delikts vorsätzlich nach dem Kriterium der wirklichen oder vermuteten Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlichen Gruppe gewählt wird und sich die Tat gegen die gewählte Gruppe als Ganze richtet. (cw/pm)

















Oder ob wir als Gesellschaft nicht doch besser endlich mal wieder mit uns selbst klar kommen und die ganze Scheiße einfach lassen sollten. Ich kann mich noch an Leben und leben lassen erinnern. Wann ist das abhanden gekommen?