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Sachsen
Theater Plauen-Zwickau will das Gender-Verbot ignorieren
Verwaltung und Eigenbetriebe dürfen in Zwickau nach einem Beschluss des Stadtrats keine geschlechtergerechte Sprache mehr verwenden. Das Theater Plauen-Zwickau will sich daran jedoch nicht halten – und beruft sich auf die Kunstfreiheit.
- 5. Juli 2023, 01:29h 2 Min.
Das Theater Plauen-Zwickau wehrt sich gegen das sogenannte Gender-Verbot des Zwickauer Stadtrates und will seine bisherige Linie etwa in Flyern und dem Spielzeitheft beibehalten. Dazu beruft sich die Theaterleitung auf die Kunstfreiheit. Der Beschluss des Stadtrates sei "der untaugliche Versuch, eine Debatte, welche die gesamte Gesellschaft beschäftigt, mittels eines Verbots zu beenden", erklärte die Theaterleitung am Dienstag in einer Stellungnahme.
"Die Debatte berührt das Sprachgefühl der Einen ebenso wie das Gerechtigkeitsempfinden der Anderen, Fragen des Miteinanders von Mehr- und Minderheiten ebenso wie die Bereitschaft der Verweigerung, sich vollziehende Veränderungen zu akzeptieren oder mitzugestalten", heißt es in der Mitteilung. "Wir, die Theaterleitung, halten es für wichtig, dass solche Debatten offen geführt werden und dass jede:r sich an ihnen beteiligen kann. Wir werden uns auch in Zukunft für diese Offenheit einsetzen und zu Diskussionen zu verschiedenen relevanten Themen einladen."
Verbot geht auf AfD-Antrag zurück
Gesellschafterinnen des Theaters sind die beiden Städte Zwickau und Plauen. Der Zwickauer Stadtrat hatte vorige Woche mehrheitlich beschlossen, dass Stadtverwaltung und Eigenbetriebe in interner und externer Kommunikation keine Formen wie Gender-Stern, Unterstrich oder Doppelpunkt für geschlechtersensible Bezeichnungen verwenden dürfen. Zudem wurde Oberbürgermeisterin Constance Arndt (Bürger für Zwickau) beauftragt, Ähnliches auch in den Beteiligungen der Stadt zu bewirken. Das Ganze geht auf einen Antrag der AfD-Fraktion zurück. (cw/dpa)
















