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Einer der besten Filme von François Ozon

Skurril, burlesk, charmant und glänzend interpretiert: Mit "Mein fabelhaftes Verbrechen" hat der französische Regisseur François Ozon eine brillante Komödie gedreht.


Unschuldig schuldig: Pauline Mauléon (Rebecca Marder) verteidigt ihre Mandantin Madeleine Verdier (Nadia Tereszkiewicz) (Bild: Carole Bethuel / Scope Pictures)
  • 6. Juli 2023, 06:58h - 2 Min.

Die 1930er Jahre in Paris. Madeleine Verdier, eine junge und mittellose Schauspielerin, wird des Mordes an einem berühmten Produzenten beschuldigt. Sie gesteht, obwohl sie unschuldig ist.

Mit der Komplizenschaft ihrer Freundin Pauline, einer Anwältin ohne Mandanten und ohne Geld, plädiert sie auf Notwehr und wird freigesprochen. Der Prozess macht Madeleine zum Star. Alles wäre gut für die beiden Freundinnen und ihre zukünftige Karriere, wäre da nicht die wahre Übeltäterin.

François Ozon hat eine Vorliebe für Adaptationen ("8 Frauen", "Sommer 85", "Peter von Kant"). Für "Mein fabelhaftes Verbrechen" (im Original: "Mon crime") dient dem französischen Regisseur das gleichnamige Theaterstück von Georges Berr und Louis Verneuil. Die Geschichte um den Mord eines Bankiers aus dem Jahr 1934 hat der schwule Filmemacher in die aktuelle Zeit gebracht. In der scheinbar unbeschwerten Komödie verstecken sich äußerst ernste Themen – sexuelle Übergriffe, sexistische Gewalt im Kino oder Frauenfeindlichkeit.

Eine bissige und kluge Satire


Poster zum Film: "Mein fabelhaftes Verbrechen" startet am 6. Juli 2023 bundesweit im Kino

Mit seinem jüngsten Film kehrt der 55-jährige Regisseur nach "8 Frauen" und "Das Schmuckstück" zur Komödie zurück. Dabei wendet er wieder sein Erfolgsrezept an: Fantasie gemischt mit Leichtigkeit, Theatralik, einer geschärften Dosis Satire und Absurdem. Das Ganze eingebettet in eine Retro-Patina, in die er gleichzeitig viel Zeitgenössisches mixt.

In der bissigen und klugen Satire sind die Frauen moderne Heldinnen, während sich das männliche Geschlecht ebenso kläglich und jämmerlich erweist wie urkomisch. Sie wird von einer außergewöhnlichen Besetzung getragen: Die preisgekrönten Jungstars Nadia Tereszkiewicz und Rebecca Marder laufen als Madeleine und Pauline zur Höchstform auf. Isabelle Huppert brilliert als eigentliche Mörderin und einstige Stummfilmdiva, die mit löchrigen Fäustlingen im Belle-Époque-Kostüm auf ihr Comeback hofft.

Unter den männlichen Charakteren überzeugt Dany Boon, der als neureicher Hedonist seinen köstlichen Ch'ti-Dialekt gegen den von Marseille eingetauscht hat. Und Fabrice Luchini spielt einen leidlichen Ermittlungsrichter, der durch den Fall endlich auf der Karriereleiter nach oben katapultiert wird.

Direktlink | Offizieller deutscher Trailer zum Film
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Skurril, burlesk, charmant und glänzend interpretiert: Mit "Mein fabelhaftes Verbrechen" hat Ozon eine brillante Komödie gedreht – und einen seiner besten Filme. (cw/dpa)

Infos zum Film

Mein fabelhaftes Verbrechen. Originaltitel: Mon Crime. Komödie. Frankreich 2023. Regie: François Ozon. Cast: Isabelle Huppert, Dany Boon, Nadia Tereszkiewicz, Rebecca Marder, Fabrice Luchini, André Dussollier. Laufzeit: 102 Minuten. Sprache: deutsche Synchronfassung. FSK 12. Verleih: Weltkino Filmverleih. Kinostart: 6. Juli 2023.
Galerie:
Mein fabelhaftes Verbrechen
10 Bilder
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