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- 10. April 2006 1 Min.
Boston (queer.de) - Ein Gefängnisangestelter des Norfolk State Prison im US-Bundesstaat Massachusetts wird womöglich vom Dienst suspendiert, weil er der Aufführung der Cowboy-Liebesgeschichte "Brokeback Mountain" im Aufenthaltsraum zugestimmt hatte. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der Film wurde zehn Minuten vor dem Ende von einem Aufseher abgebrochen. Gefängnis-Sprecherin Dianne Wiffin sagte, der Film sei für die Insassen wegen der Sexszenen nicht geeignet gewesen. Sie behauptete jedoch, dass der schwule Inhalt nichts mit dem Abbruch zu tun gehabt hätte. "Norfolk erlaubt keine Filme mit sexuellen Inhalten oder Gewalt gegen Gefängniswärter", so Wiffin zur Lokalpresse. Den Angestellten, der den Film genehmigt hatte, erwarten nun Konsequenzen, so die Sprecherin. Die namentlich nicht genannte Person könnte vom Dienst suspendiert werden. Ein Sprecher der Gefängnisgewerkschaft "Massachusetts Correction Officers Federated Union" unterstützt die Gefängnisleitung: "Wir müssen die Atmosphäre da drinnen nicht noch aufheizen. Es gibt sie schon", so Ken Ferullo. "Diese Typen sind da allein zusammen, manche ohne Chance, je wieder rauszukommen. Da drinnen läuft schon länger 'Brokebeack Prison'. (dk)














