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Ratgeber
Sexspielzeug: Viel Spaß, aber mit Sicherheit
Sexspielzeug ist heutzutage optisch wie haptisch ansprechend, verfügt über ein in jeder Hinsicht befriedigendes Design und ist in immer mehr Fällen vollgepackt mit moderner Technik. Dennoch gibt es einiges zu beachten.
- 10. Juli 2023, 09:42h - 4 Min.
Sextoys sind längst zu echten Lifestyle-Produkten geworden. Zwar gibt es den fleischfarbenen, geäderten Vibrator mit dem knallroten Drehregler am oberen Ende nach wie vor. Doch ähnlich wie der schummrige Sexshop in der Bahnhofstraße ist er heute ein echtes Auslaufmodell. Sexspielzeug ist optisch wie haptisch ansprechend, verfügt über ein in jeder Hinsicht befriedigendes Design und ist in immer mehr Fällen vollgepackt mit moderner Technik. Kurzum: Sexspielzeug macht Spaß und ist in weiten Teilen der Gesellschaft kein Tabuthema mehr. Trotzdem oder gerade deswegen sollte man die Sicherheit nicht komplett außer Acht lassen. Hier sind die wesentlichen Aspekte, auf die es dabei ankommt.
Sextoys kauft man im vertrauenswürdigen Handel
Solange es Sexspielzeug nur im bereits erwähnten Sexshop zu kaufen gab, war die Auswahl gering und viele Produkte waren teurer, als es sein musste. Manch ein Kunde sprach mit gequältem Lächeln gar von einer "Schmutzzulage". Heute ist das Angebot online wie offline so vielfältig wie nie zuvor, wodurch das Preisniveau insgesamt gesunken ist. Bei vermeintlichen Mega-Schnäppchen, wie sie etwa von Händlern aus Übersee auf den großen Shopping-Plattformen wie Amazon oder Ebay offeriert werden, ist allerdings Vorsicht geboten: Hinsichtlich der Materialzusammensetzung oder der integrierten Technik bekommt man hier leider keine Gewissheit. Doch mögliche Schadstoffe oder technische Fehler können unter Umständen eine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Daher sollte man bei Dildo, Vibrator und anderem Sexspielzeug lieber auf die bewährte Qualität etablierter Marken setzen.
Die Reinigung ist besonders wichtig
Erotische Toys kommen meistens mit empfindlichen Schleimhäuten in Kontakt. Ist das Spielzeug nicht hygienisch sauber, kann das zu Entzündungen oder Erkrankungen führen. Zum Glück ist das Säubern von Sexspielzeug kein Hexenwerk: Fast alle Artikel sind so beschaffen, dass man sie mit geeigneter Seife oder Toycleaner und etwas Wasser vollständig reinigen kann. Dies gilt auch für die meisten elektrischen Sextoys. Die Technik ist in der Regel so verbaut, dass von Wasser und Reinigungsmittel keine Gefahr ausgeht.
Im Zweifel lohnt sich ein Blick auf die Angaben des Sextoy-Herstellers.
App in die Lust: Darauf kommt es bei interaktiven Sextoys an
Die neue Technik ist längst auch in den erotischen Bereich eingezogen. Zwar gibt es den beschriebenen, klassischen Vibrator nach wie vor, doch interaktive Toys versprechen ein noch lustvolleres Vergnügen. Dieses Sexspielzeug arbeitet nach ähnlichen Prinzipien wie herkömmliche Toys – je nach Produkt werden also Vibrationen, Stöße und / oder Wärme erzeugt. Geschaltet und geregelt werden die Funktionen per Bluetooth-Verbindung zum Handy oder zum Tablet. Ein Clou dabei: In vielen Fällen kann man die Steuerung auch im wahrsten Sinne "aus der Hand geben". Hat eine andere Person die notwendige App auf dem eigenen Handy ebenfalls installiert, so das Sexspielzeug auch über dieses gesteuert werden. Und es spielt dabei keine Rolle, ob es sich im selben Raum wie das Sexspielzeug oder am anderen Ende der Welt befindet.
Es liegt aber ebenfalls auf der Hand, dass solche Systeme zumindest theoretisch von Unbefugten gehackt werden können. Im schlimmsten Fall kann eine unbefugte Person nicht nur das Sexspielzeug steuern, sondern bekommt Zugriff auf andere Inhalte des Handys beziehungsweise Tablets. Um dies zu verhindern, sollte man unbedingt auf interaktive Toys mit verlässlicher, sicherer Steuerung setzen. Auch angebotene Updates sollte man immer frühzeitig installieren, da man auf diese Weise entstehende Sicherheitslücken schließen kann.
Kindersicherung: Wohin mit den Sextoys?
Umfragen zufolge finden sich Sextoys in weit mehr als jeder zweiten Wohnung. Allerdings möchten Elternteile es natürlich vermeiden, dass der eigene Nachwuchs den Vibrator oder die Handschellen in die Hände bekommt. Die Nachttischschublade ist natürlich kein sonderlich sicherer Ort und auch der Kleiderschrank ist nur bedingt geeignet. Im Idealfall liegen die Sextoys gut verschlossen in einem Safe. Wer keinen solchen zu Hause hat, findet womöglich außerhalb des Schlafzimmers einen perfekten Platz für Sexspielzeug: Der Ordner mit der Aufschrift "Liegenschaften" im Homeoffice ist selbst für Teenager komplett unverdächtig. Vielleicht bietet es sich sogar an, auch einen zweiten und dritten Ordner zu dieser Serie ins Regal zu stellen. Dann hat man auch gleich einen sicheren Platz für den guten Cognac und sie edlen Trüffel-Pralinen geschaffen...















