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US-Kongress stoppt Dänin

Mette Frederiksen zu queer­freundlich als Nato-Chefin?

Die dänische Regierungschefin galt als heiße Favoritin für den Chefposten des westlichen Verteidigungsbündnisses. Allerdings war Mette Frederiksen dem US-Kongress laut einem Medienbericht zu sehr an "Gedöns" wie LGBTI-Rechten interessiert.


Kaum im Amt, besuchte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen 2019 den CSD in Kopenhagen (Bild: IMAGO / Ritzau Scanpix)

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen kommt laut einem "Welt"-Bericht (Bezahlartikel) wegen ihres Engagements für Queerpolitik und Klimaschutz nicht als neue Generalsekretärin der Nato in Frage. Wie die Zeitung unter Berufung auf "hohe Diplomatenkreise" berichtet, sei die Sozialdemokratin vor einem Monat bei Gesprächen im US-Kongress durchgefallen. "Frederiksen hat viele richtige Dinge zur Ukraine gesagt, aber sie rückte auch das Thema LBQT (sic) und Klimaschutz ganz oben auf ihre Agenda für die Nato", hätten "informierte Nato-Diplomaten" betont. An diesem Punkten sei die Nominierung gescheitert. Sie war zuvor als Favoritin für den Posten gehandelt worden, den bislang nur Männer inne hatten.

Frederiksen ist seit 2018 Regierungschefin in Kopenhagen und gilt als LGBTI-freundlich. So besuchte sie letztes Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft im Verfolgerstaat Katar und trug bei einem Spiel eine Jacke mit Regenbogenärmeln.

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Biden unterstützte Frederiksen

Der Hintergrund: Anfang Juni hatte die 45-Jährige die USA besucht. Präsident Joe Biden soll die Dänin laut "Welt" "fest im Blick" als neue Nato-Chefin gehabt haben. Es sei geplant gewesen, sie Ende des Jahres als designierte Generalsekretärin vorzustellen. Öffentlich lobte Biden seine Besucherin damals für ihr Engagement für die von Russland angegriffene Ukraine. Mit ihren Positionen zu LGBTI-Rechten und dem Klimaschutz habe sie sich aber "selbst aus dem Spiel genommen", habe es aus Diplomatenkreisen geheißen, so die "Welt". Eine Kammer des Kongresses wird von den Republikanern kontrolliert, die große Probleme mit LGBTI-Rechten und Klimaschutz-Initiativen haben.

Erst letzte Woche verkündete die Nato, dass der bisherige Chef Jens Stoltenberg bis zum 1. Oktober 2024 im Amt bleibe. Dabei hatte der 64-jährige Norweger zuvor noch mehrfach erklärt, keine weitere Amtszeit anzustreben.

Als Favorit für die Nachfolge im kommenden Jahr gelte nun der portugiesische Ministerpräsident António Costa. Der Sozialist ist ebenfalls als LGBTI-freundlich bekannt. Die Spitzenpersonalie soll in enger Abstimmung zwischen den USA und der EU erfolgen – allerdings soll die Entscheidung nicht vor der Europawahl im Juni 2024 fallen. (dk)

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