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Österreich

Rechtsextreme protestieren gegen CSD-Parade in Klagenfurt

Identitäre fordern in Österreich das Verbot von CSD-Demos – und machten bei der Regenbogenparade in Kärnten Stimmung.


Die Polizei in Klagenfurt ermittelt in zwei Fällen gegen Unbekannt (Bild: Metropolico.org / flickr)

  • 10. Juli 2023, 15:05h 1 2 Min.

Beim CSD in der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt kam es am Samstagnachmittag zu zwei rechtsextremen Zwischenfällen: Drei vermummte Unbekannte rollten auf dem Dach des Einkaufszentrums City Arkaden ein rund zehn bis 15 Meter langes Transparent mit der Aufschrift "#Keine_Prideparade" aus, während die CSD-Demo vorbeizog. Außerdem zündeten sie Bengalos an und warfen Flugblätter ab, auf denen sie gegen queere Menschen Stimmung machten.

Laut Polizei seien Beamt*­innen sofort auf das Dach geeilt, hätten die Unbekannten aber nicht mehr angetroffen. Das Transparent sei abgenommen und sichergestellt worden. Jetzt werde wegen Störung der Versammlung ermittelt.

Zudem sei es gegen 16.30 Uhr zu einem weiteren Zwischenfall gekommen: Eine Teilnehmerin der Regenbogenparade sei von einem "ca. 17-jährigen Burschen" mit "nationalsozialistischen Parolen beschimpft" worden. Deshalb werde wegen Verstoßes gegen das sogenannte Verbotsgesetz ermittelt, mit dem die Entnazifizierung in Österreich gesetzlich geregelt wurde. Weitere Vorfälle seien derzeit polizeilich nicht bekannt.

Identitäre bekennen sich

Auf einschlägigen Social-Media-Profilen haben sich Identitäre bereits am Sonntag zu der Aktion mit dem Transparent auf dem Einkaufszentrum bekannt. Sie forderten unter anderem ein CSD-Verbot, das Verbot von Regenbogensymbolen sowie die ausschließliche Förderung von einheimischen, heterosexuellen Familien. Diese Einträge sind bereits zehntausendfach angesehen worden.



Laut Polizeiangaben waren bei der CSD-Parade rund 1.000 Teilnehmende dabei.

In Österreich gibt es immer wieder Aktionen von Rechtsextremen gegen die Akzeptanz queerer Menschen. Erst im März wurde ein queerfeindliches Transparent an ein LGBTI-Zentrum in Wien gehängt (queer.de berichtete). Wenige Wochen später folgte eine Kundgebung gegen eine Dragqueen-Lesung am gleichen Ort (queer.de berichtete). Laut Umfragen wäre derzeit die LGBTI-feindliche und rechtspopulistische FPÖ mit knapp unter 30 Prozent stärkste Kraft bei einer nationalen Wahl.

/ EuropeElects

Die Identitäre Bewegung wird vom österreichischen und deutschen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Immer wieder äußerten FPÖ-Abgeordnete aber Sympathien für die völkische Gruppierung – FPÖ-Bundesparteichef Herbert Kickl bezeichnete sie etwa als "interessantes und unterstützenswertes Projekt".

Eine ähnliche identitäre Gruppierung hatte Ende Juni einen Regenbogen-Zebrastreifen in Bonn mit Deutschland-Farben überklebt (queer.de berichtete). Dabei bezog sich die "Revolte Rheinland" auf die queerfeindliche Kampagne "Stolzmonat". (dk)

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-w-

#1 VitelliaAnonym
  • 11.07.2023, 21:21h
  • Die Rechtslastigen haben noch nie etwas getaugt, egal in welchem Land und welche Partei.
    Hier die rechtsextreme AfD/NPD (kein Unterschied),
    in Österreich die FPÖ, oder in Brasilien Bolsonaro, der rausgeflogen ist.
    Wie in Italien Salvini, oder der alte korrupte
    verstorbene Berlusconi.
    In den USA der Tölpel Trump. Typisch, dass viele Rechtsextreme ihn wählen und gutfinden.

    Schlecht auch in Frankreich Le Pen (die dumme Verehrerin vom Kriegsverbrecher Putin, genau wie hier die primitive AfD).

    Die Rechtsextremen sind Menschenfeinde - besonders gegen queere Menschen.
    Frech-diskriminierende Typen, die n i c h t s denken, nur hetzen:
    MENSCH ist MENSCH - wer anderen Menschen nicht schadet, kann leben, wie er oder sie will, kann lieben, wen er oder sie will, sich kleiden, wie er oder sie will und das Wichtigste: SO leben, wie er oder sie sich fühlt und es zu ihm oder ihr passt!!
    Das ist eine ganz persönliche Entscheidung und geht die frechen Rechten nichts an!
    Genauso wenig wie die scheinheiligen Frommen, die primitiv mit Sünde drohen.
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