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Sohn kommt im September zur Welt
Rechte lesbischer Mütter: DFB-Star Svenja Huth kritisiert Politik
Fußball-Nationalspielerin Svenja Huth hat sich mit ihrer Frau Laura für eine künstliche Befruchtung entschieden. In einem gemeinsamen Interview spricht das Ehepaar über das große Glück, bald Eltern zu werden – und beklagt Diskriminierung.

Svenja Huth am 7. Juli 2023 beim Spiel gegen Sambia (Bild: IMAGO / Laci Perenyi)
- 11. Juli 2023, 23:30h 3 Min.
Die DFB-Spielerin Svenja Huth (32) und ihre Ehefrau Laura erwarten im September ihr erstes gemeinsames Kind. Wie die beiden in der ZDF-Dokumentation "Born for this – Mehr als Fußball" (Samstag, 15. Juli, ab 21:45 Uhr im ZDF und ab 10 Uhr in der Mediathek) im Rahmen einer Sportstudio-Reportage enthüllen, entschieden sie sich für die sogenannte ROPA-Methode zur künstlichen Befruchtung.
"Es ist ein großes Projekt, was wir da angehen. Wir haben uns für eine Methode entschieden, die wir nur in Spanien, in Valencia, durchführen lassen konnten", erklärt Laura, die das Kind auch austragen wird. Dafür wurden ihrer Ehefrau Svenja Eizellen entnommen, außerhalb ihres Körpers befruchtet und anschließend Laura eingesetzt. "Wir merken schon Tritte und Bewegungen von unserem kleinen Sohn. Er erfüllt uns beide mit sehr viel Glück", berichtet die Spielerin vom VfL Wolfsburg im gemeinsamen ZDF-Interview.
Die Schwangerschaft ihrer Frau hatte Svenja Huth bereits im März auf Instagram öffentlich gemacht (queer.de berichtete).
Einige bürokratische Hürden sind aber noch zu meistern in Deutschland – vor allem nach der Geburt: "In Spanien ist es gesetzlich so geregelt, dass wenn wir dort das Kind bekommen, wir beide als Mütter gelten würden", berichtet Laura. In Deutschland sei das aber leider noch nicht so. So müsse Svenja ihr eigenes Kind nach der Geburt adoptieren, was für beide schwierig sei und sie traurig mache. Es sei demütigend, dass sie als Mutter einen Drogentest machen und ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen müsse, um ihr eigenes Kind zu adoptieren, so Svenja weiter. "Wir sind verheiratet, mehr Wunschkind geht eigentlich nicht. Da wünscht man sich schon mehr Gleichberechtigung", findet Laura deutliche Worte.
Ampel versprach Reform – passiert ist nichts
Die Ampel-Regierung hatte 2021 eigentlich eine Reform des Abstammungsrechts versprochen. Im Koalitionsvertrag heißt es: "Wenn ein Kind in die Ehe zweier Frauen geboren wird, sind automatisch beide rechtliche Mütter des Kindes, sofern nichts anderes vereinbart ist" (queer.de berichtete).
Im Juli 2022 hatte sich Justizminister Marco Buschmann (FDP) noch zuversichtlich gezeigt, dass es bis Ende 2022 einen Gesetzentwurf geben könnte. Gleichzeitig erklärte er, dass es zunächst um "die unkompliziert gelagerten Fälle" gehen solle. Bei anderen Konstellationen gebe es in der Bundesregierung noch Diskussionsbedarf (queer.de berichtete). Bis heute hat das Justizministerium keine Eckpunkte für einen Gesetzentwurf veröffentlicht.
Um die Anerkennung einer gemeinsamen Mutterschaft zu erreichen, klagen zudem mehrere lesbische Paare vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe (queer.de berichtete). Wann es eine Entscheidung gibt, ist noch nicht absehbar.
Svenja Huth möchte nach ihrer Karriere selbst schwanger werden
Laura und Svenja Huth gaben sich im Juni 2022 das Jawort, nachdem sie sich im Rahmen eines Frauen-Länderspiels in Halle kennengelernt hatten . "Sie ist der schönste Zufall meines Lebens", berichtet Laura, die von ihrem besten Freund zum Spiel eingeladen wurde und dort nach dem Match zufällig auf Svenja traf.
"So fing das an. Wir passen echt gut zusammen", stimmt auch die Profi-Spielerin ein. Ihre Partnerin bringe alles mit, wonach sie schon immer gesucht habe: "Ich kann wirklich sagen, dass ich angekommen bin." Eine ihrer schönsten Vorstellungen nach der Geburt sei es, dass ihre Frau mit dem gemeinsamen Sohn im Stadion sein könne oder sie sogar mit einlaufe oder ihn selbst auf dem Arm habe. Nach ihrer aktiven Karriere habe sie im Übrigen auch selbst den Wunsch, schwanger zu werden. (mize/spot)
Links zum Thema:
» Mehr Infos zur ZDF-Doku "Born for this - Mehr als Fußball"
Mehr zum Thema:
» Mehr TV-Tipps zu LGBTI-Themen täglich auf queer.de















Stellvertretend für alle werdenden Eltern zeigt diese Geschichte sehr bildlich den Willen die Zukunft aktiv zu gestalten.
Allzu gern wünschten wir diesem heranwachsendem Leben ein perfektes Umfeld in dem:
- die Geschlechter Zuordnung und deren Auswahl dem Kind einfach selbst überlassen bliebt.
- zwischen Nieder-, -Anhalt und -Sachsen- somit queer durch die Republik, jedem Kind eine selbstgewählte Eigendarstellung im Kindergarten und Schulalltag erlaubt ist.
- sich demokratisch gewählte Politiker*innen in der Provinz, Nation, Kontinent also der gesamten Welt finden, die ihren Heranwachsenden eine #gewaltfreie Zukunft anbieten und vorleben.
Ob nun spitzer oder runder Bauch,
jedes erdenkliche Glück und viel, viel Kraft wünscht euch
eure maexine