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Mit 80 Jahren

Szeneikone Laura Halding-Hoppenheit ist unter der Haube

Laura hat mit 80 Jahren noch einmal geheiratet: Heimlich sagte sie "Ja" zu Bildhauer Peter Jacobi.


Laura in ihrem Element: 2019 beim Stuttgarter CSD (Bild: IMAGO / Arnulf Hettrich)
  • 13. Juli 2023, 08:52h 3 2 Min.

Die Stuttgarter LGBTI-Aktivistin Laura Halding-Hoppenheit (80) hat laut den "Stuttgarter Nachrichten" (Bezahlartikel) heimlich ihren Freund, den 87-jährigen Bildhauer Peter Jacobi, im Standesamt von Wurmberg (Enzkreis) geheiratet. Jacobi stammt aus der 3.200 Einwohner*­innen zählenden Gemeinde, die zehn Kilometer östlich der Großstadt Pforzheim liegt. Nicht einmal ihren eigenen Kinder habe sie Bescheid gegeben. Für Halding-Hoppenheit ist es bereits die vierte Ehe.

Das Paar ist seit 2019 zusammen. Die beiden hatten sich vor einem halben Jahr verlobt. Laut "Bild" habe sich die Ehe verzögert, unter anderem weil das Stuttgarter Standesamt noch Papiere über eine Scheidung der Szeneikone angefordert hatte. Deshalb sei die Ehe jetzt in Wurmberg geschlossen worden: "Was in Stuttgart nicht möglich war, klappte hier wunderbar. Die haben für uns innerhalb einer Woche die fehlenden Papiere aus Hamburg besorgt." Es habe keine Gäste und Trauzeug*­innen bei der Eheschließung gegeben. "Nach dem Termin sind wir beide gleich nach Hause gefahren. Dort köpften wir eine Flasche Schampus. Peter kochte Risotto mit leckeren Fleischbällchen", so Halding-Hoppenheit zu "Bild".

Engagement für LGBTI-Community und Menschen mit HIV

Die in Rumänien geborene Laura Halding-Hoppenheit ist eine Institution in der LGBTI-Szene in der baden-württembergischen Landeshauptstadt – sie ist dort vor allem unter ihrem Vornamen bekannt. Für ihr jahrzehntelanges Engagement für die Community sowie für Menschen mit HIV und Aids wurde die bekannte Szenewirtin schon mehrfach ausgezeichnet. Sie betrieb zeitweise vier Szenelokale gleichzeitig, etwa den "Lauras Club" und den "Kings Club". 2014 wurde sie für ihr Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet (queer.de berichtete).

Zwei Jahre lebte Halding-Hoppenheit zur Jahrtausendwende mit dem im Mai verstorbenen bisexuellen Filmstar Helmut Berger zusammen. "Erst war es lustig, dann Horror", so erinnerte sie sich kürzlich in der "Stuttgarter Zeitung" (Bezahlartikel).

Ich freue mich euch hier noch meine Rede vom CSD in Esslingen zeigen zu können – vielen Dank an CSD Esslingen! Ich...

Posted by Laura Halding-Hoppenheit on Monday, June 26, 2023
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Seit Mai 2014 ist sie außerdem Stadträtin in Stuttgart für die Linkspartei. 2017 war sie im ländlichen Wahlkreis Rottweil – Tuttlingen Direktkandidatin der Linken für die Bundestagswahl. (cw)

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-w-

#1 SuppengrünAnonym
  • 13.07.2023, 21:32h
  • Na dann herzlichen Glückwunsch und alles Gute!
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#2 SchwabeAnonym
  • 14.07.2023, 06:22h
  • Wer wohl die Nachfolge von Laura antreten wird, wenn sie mal nicht mehr ist? Fakt ist - hätte es sie nicht gegeben, hätte Stuttgart viele Jahre lang anders ausgesehen. Zeitweise betrieb sie einige Lokale gleichzeitig.

    Ich wünsche dieser engagierten Frau gute Gesundheit und ein langes Leben. Hoffentlich erleben wir alle die Wiedereröffnung des King's Club ("Ka Ze").
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#3 MicheleMeyerAnonym
  • 15.07.2023, 14:59h
  • Nie und nimmer wird Laura ihre rote Haarpracht unter einer Haube versteckt halten!
    In diesem Sinn: Schöne Geschichte. Blöder Titel.
    Viel Glück für Laura und ihren Liebsten.
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