Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?46264

"Entsetzt über die jüngste Entwicklung der CDU"

Hamburg: CDU beim CSD "nicht willkommen"

Die Hamburger CDU profiliert sich gegenwärtig mit Queerfeindlichkeit – jetzt zieht der CSD Konsequenzen aus dem Kurs der Oppositionspartei.


Die queeren Christdemokrat*­innen sind normalerweise auf allen großen CSDs dabei (Bild: LSU Berlin)

  • 13. Juli 2023, 09:34h 33 2 Min.

Der CSD Hamburg hat am Donnerstag in sozialen Medien erklärt, die CDU sei auf der Prideveranstaltung Anfang August "nicht willkommen". "Wir sind entsetzt über die jüngste Entwicklung der CDU. Die Diskrepanz zwischen den Worten und Taten einiger Mitglieder macht uns fassungslos, aber nicht sprachlos", heißt es in einer Mitteilung.

Grund für die Ausladung sei unter anderem die Unterstützung der Landespartei für eine queerfeindliche Anti-Gender-Volksinitiative: Erst vor zwei Wochen hatte die CDU der Initiative 3.000 Unterschriften übergeben (queer.de berichtete). Dabei hatte die Initiatorin Anfang des Jahres Homosexuelle pauschal zur Gefahr für die menschliche Evolution erklärt (queer.de berichtete). Die FDP hatte sich daraufhin, wie auch die anderen demokratischen Parteien, von der Initiative distanziert (queer.de berichtete). Nur CDU und AfD unterstützten die Aktion.


Die Anzeige von CDU-Landeschef Dennis Thering im CSD-Magazin ("Happy Pride") empfindet die Pride-Verantwortlichen inzwischen als Hohn

Außerdem kritisierten die CSD-Aktivist*innen, dass die Hamburger CDU das Selbstbestimmungsgesetz pauschal ablehne. Das hatte die Partei erst vor wenigen Tagen beim Landesparteitag in Hamburg-Billstedt entschieden. Ex-Parteichef Christoph Ploß begründete auf Twitter den Schritt unter anderem damit, dass mit dem Vorenthalten von Trans-Rechten angeblich "Missbrauch" verhindert werde. Der Bundestagsabgeordnete machte in letzter Zeit immer wieder Stimmung gegen die LGBTI-Community (queer.de berichtete).



"Wir appellieren an die CDU, sich endlich klar zu positionieren und zu hinterfragen, wofür sie eigentlich steht!", so der CSD-Verein. "Für uns steht fest: Mit ihrem widersprüchlichen Verhalten ist die CDU beim Hamburger CSD am 5. August nicht willkommen." Der Pride steht in diesem Jahr unter dem Motto "Selbstbestimmung jetzt! Verbündet gegen Trans*feindlichkeit".

Wir sind entsetzt über die jüngste Entwicklung der CDU. Die Diskrepanz zwischen den Worten und Taten einiger Mitglieder...

Posted by Hamburg Pride – CSD Hamburg on Wednesday, July 12, 2023
Facebook / Hamburg Pride – CSD Hamburg
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

Die queerfeindlichen Tendenzen in der Union haben bereits kürzlich den CSD München erschüttert: Der CSD-Verein in der bayerischen Landeshauptstadt hatte nach Attacken der Partei gegen eine Dragqueen-Lesung im Mai entschieden, die CSU von der Parade auszuschließen (queer.de berichtete). (dk)

Posted by LSU Hamburg on Saturday, July 1, 2023
Facebook / LSU Hamburg | Bizarr: Die Hamburger Lesben und Schwule in der Union teilen zwar auf Faebook das Pride-Magazin mit dem Titel "Selbstbestimmung jetzt!", schweigen aber darüber, dass die Mutterpartei das Gesetz ablehnt
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe

23.11.25 | "Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst!"
Hamburg Pride e.V. stellt CSD-Motto 2026 vor
25.07.25 | Tschentscher kritisiert Merz
Regenbogen­flagge weht am Hamburger Rathaus
15.07.25 | Erste lesbische Verfassungsrichterin
Hamburger Pride-Award geht an Susanne Baer
11.05.25 | Bild des Tages
Queere Menschen im Regenbogenlicht
-w-

#1 suave25Anonym
#2 Pride
  • 13.07.2023, 12:08h...
  • Das Motto des CSD ist mal ein Grund, alle Parteien aus dem CSD raus zu schmeißen.
  • Direktlink »
#3 echsenpeter
  • 13.07.2023, 12:56h
  • Hatte mich schon gewundert, weshalb man die überhaupt erst teilnehmen lässt. Ist doch kein Geheimnis, dass die gegen uns sind. Es gibt sicherlich queere CDU-Leute (warum auch immer), aber diese sollten nicht zum Schutz einer queerfeindlichen Partei instrumentalisiert werden.

    Bis sich die CDU tatrsächlich für uns stark macht (mit Taten, nicht mit Worten), hat sie bei uns nichts verloren.
  • Direktlink »