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Warnung der Studierenden

Sachsen: Abwanderung wegen Genderverbot?

Die sächsische Regierung zieht die Daumenschrauben an Schulen bei geschlechtergerechter Sprache immer weiter an. Das könnte sich negativ auf die Personalsituation auswirken, befürchten Studierende.


Die sächsische Regierung schränkt geschlechter­gerechte Sprache immer weiter ein (Bild: pressfoto@freepik / queer.de)

  • 13. Juli 2023, 10:35h 10 2 Min.

Die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) befürchtet als Folge des Genderverbots an Schulen des Freistaates eine Abwanderung von Personal. "Vielen Lehramtsstudierenden ist es wichtig, in ihrem Unterricht die Vielfalt von Geschlecht angemessen abzubilden", erklärte KSS-Referentin Nathalie Bock am Donnerstag in Leipzig. Sie würden dann in anderen Bundesländern ihren Schuldienst antreten und nicht in Sachsen.

"Diese Verbot löst kein einziges Problem in Bezug auf Schulbildung in Sachsen", kritisierte KSS-Sprecher Ludwig Firkert die Entscheidung. An den Schulen seien Lehrkräfte überlastet, reihenweise falle Unterricht aus. Auch die Lehramtsausbildung müsse dringend reformiert werden und bedürfe einer viel besseren finanziellen Ausstattung. KSS-Referentin Fay Uhlmann sieht durch das Genderverbot ferner nichtbinäre Schüler*innen diskriminiert.

Das CDU-geführte Kultusministerium hatte vor zwei Jahren in einem Schreiben an die Schulen verfügt, dass für offizielle Schreiben, Briefe an Eltern und Unterrichtsmaterialien das amtliche Regelwerk gelte und Sonderzeichen für eine geschlechtsneutrale Sprache tabu seien (queer.de berichtete). Sie sollen etwa in Aufsätzen auch als Fehler markiert werden. Dagegen werden Paarformen wie Schülerinnen und Schüler und geschlechtsneutrale Formen wie Lehrkräfte oder Jugendliche empfohlen. Ziel sei eine für alle verständliche Sprache, hieß es. Das Ministerium beruft sich auf das Regelwerk des Rates der deutschen Rechtschreibung.

Kürzlich weitere das Kultusministerium das Verbot auch auf Kooperationspartner*innen der Schulen aus (queer.de berichtete).

Die Debatte um Genderverbote hat deutschlandweit zu einem regelrechten Kulturkampf geführt. Kürzlich brachte etwa die AfD einen Antrag im Bundestag ein, der sogar Journalist*innen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Nutzung von geschlechtergerechter Sprache untersagen will (queer.de berichtete). (dpa/dk)

-w-

#1 suave25Anonym
  • 13.07.2023, 14:46h
  • Sarkasmus on:

    Gehirn in die Waschmaschine und bei 90 Grad waschen. Schön die braune Sauce rauswaschen.

    oder

    nach Russland abschieben, damit sie mitbekommen, was Demokratie ist.

    off
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#2 Elena
  • 13.07.2023, 15:01h
  • Gendern, wie es vom sächsischen Kultusministerium empfohlen wird:

    Liebe Schülerinnen und diverse Schülerinnen und gender-fluide Schülerinnen und queere Schülerinnen und (3 Seiten später) und Schüler und diverse Schüler und
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#3 Julian_ZAnonym
  • 13.07.2023, 15:28h
  • Antwort auf #2 von Elena
  • Aber auch bei hundert vorangestellten "queer, genderfluid, nicht-binär, divers..." wären nicht-binäre Schüler*innen immer noch weder eine Schülerin noch ein Schüler. Binäre Doppelnennung ist und bleibt Ausgrenzung.
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