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Berlin
Bahnhof Zoo: Transphober Angriff an Bushaltestelle
Noch eine transfeindliche Attacke in der Bundeshauptstadt: Ein Unbekannter verspottete zunächst eine trans Person, bevor er zuschlug.

Der transphobe Vorfall soll sich gegen Mittwochmittag in Charlottenburg ereignet haben (Bild: René Mentschke / flickr)
- 13. Juli 2023, 11:42h 2 Min.
Berliner Polizeikräfte sind am Mittwochmittag wegen eines transphoben Angriffs zum Bahnhof Zoologischer Garten gerufen worden. Wie die Behörden mitteilten, soll nach ersten ersten Erkenntnissen eine 21-jährige trans Person gegen 12.30 Uhr an der dortigen Bushaltestelle der Buslinie 249 von einem unbekannten Tatverdächtigen ausgelacht worden sein. Anschließend habe der Unbekannte mit seinem Smartphone ein Bild der trans Person gemacht, bevor diese den Bus bestieg. Als der Tatverdächtige daraufhin zur Rede gestellt wurde, drohte dieser verbal, woraufhin sich die trans Person aus der Situation entfernte und in Richtung einer anderen Bushaltestelle ging.
Beim Versuch, einen Bus der Linie 204 zu besteigen, tauchte der Tatverdächtige wieder auf, schlug die trans Person unvermittelt mit der flachen Hand und trat ihr barfuß ins Gesicht. Dabei stürzte die attackierte Person und schlug mit dem Hinterkopf auf dem Gehweg auf, zog sich Verletzungen am Kopf zu und kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Der Tatverdächtige flüchtete in unbekannte Richtung.
Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts hat – wie in Fällen von vermuteter Hasskriminalität üblich – die weiteren Ermittlungen übernommen.
Weiterer transphober Übergriff gemeldet
Die Polizei hatte bereits zuvor einen weiteren transfeindlichen Übergriff vom Mittwoch gemeldet: Ein 30-Jähriger hatte in einer U-Bahn in Siemensstadt einer trans Person offensichtlich aus Hass mit einer Bierflasche auf den Kopf geschlagen und sein Opfer verletzt (queer.de berichtete).
Aus Berlin kommen sehr oft Berichte über queerfeindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Erst kürzlich meldete die Hauptstadtbehörde einen Übergriff auf zwei lesbische Frauen, der sich am Donnerstagabend in Kreuzberg zugetragen hatte (queer.de berichtete). Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für LGBTI. (cw/pm)















