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Anime-Soundtracks

Minimalistisch und experimentell: Joe Hisaishi

Bei Deutsche Grammophon ist das neue Album "A Symphonic Celebration" mit symphonischen Arrangements der erfolgreichen Anime-Soundtracks des mehrfach ausgezeichneten japanischen Komponisten erschienen.


Joe Hisaishis umfangreicher Katalog umfasst über 100 Filmpartituren, darüber hinaus rund 30 Studioalben (Bild: Nick Rutter)

Im März gab das Label Deutsche Grammophon die Unterzeichnung eines exklusiven Vertrags mit Joe Hisaishi bekannt, jenes weltweit gefeierten japanischen Komponisten, dessen Musik zum Synonym für die magischen Zeichentrickfilme von Regisseur Hayao Miyazaki und Studio Ghibli wurde. Das Label wird Hisaishis Arbeit in ihrer ganzen Vielfalt vorstellen – sein Werk als Komponist, Dirigent und Pianist. Auf dem Programm stehen sowohl Audio- als auch Videoaufnahmen. Nun ist mit "A Symphonic Celebration" das erste Album (Amazon-Affiliate-Link ) mit symphonischen Arrangements seiner erfolgreichen Anime-Soundtracks erschienen, darunter "Chihiros Reise ins Zauberland", "Prinzessin Mononoke" oder "Mein Nachbar Totoro". Er hat die Stücke in London mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter eigener Leitung eingespielt, nachdem er sie für Symphonieorchester neu arrangiert hat.

Gespür für lebendige Instrumentalfarben


"A Symphonic Celebration" ist auf CD und digital erhältlich, am 29. September folgt die LP

Bereits im Frühjahr gab Hisaishi seine Premiere im Musikverein Wien und stand im Rahmen der neuen Konzertreihe CINEMA:SOUND der Wiener Symphoniker am Pult des Orchesters. Das einzigartige Konzert ist auf STAGE+ zu erleben. Bereits am 31. März erschien eine erste Single aus dem Album – die Neufassung des Streaming-Hits "Merry-Go-Round of Life" der Studio-Ghibli-Produktion "Das wandelnde Schloss". Zwei weitere Singles folgten: die Neufassungen von "Mother's Broom" und "A Town with an Ocean View", beide aus "Kikis kleiner Lieferservice".

Hisaishi ist einer der ganz Großen unter den japanischen Komponisten, doch nicht zuletzt durch seine Arbeit mit dem oscargekrönten Regisseur und Studio-Ghibli-Gründer Hayao Miyazaki ist er weltbekannt. Ihre kreative Partnerschaft begann 1984 mit dem Animefilm "Nausicaä aus dem Tal der Winde" und entwickelte sich rasch. Heute wird sie in einem Atemzug genannt mit legendären Duos wie Hitchcock und Herrmann, Fellini und Rota, Leone und Morricone oder Spielberg und Williams. Mit nicht weniger als acht japanischen Oscars wurden Hisaishis Soundtracks ausgezeichnet. Ebenso geehrt wird er als Dirigent und Komponist zeitgenössischer klassischer Musik. Meist minimalistisch und experimentell erinnern seine Klangschöpfungen an die Werke seiner Freunde und Kollegen, etwa Philip Glass, Terry Riley oder Nico Muhly.

Direktlink | Joe Hisaishi mit "A Town with an Ocean View" aus "Kikis kleiner Lieferservice"
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Hisaishis umfangreicher Katalog umfasst über 100 Filmpartituren, darüber hinaus rund 30 Studioalben. Zu seinen Kompositionen für den Konzertsaal zählen Symphonien, TRI-AD für großes Orchester, The Border für drei Hörner und Orchester und Viola Saga, das 2022 uraufgeführt wurde. Außerdem hat er eine Reihe von Piano Stories geschrieben und aufgenommen. Der Minimalist Hisaishi mit seinem Gespür für lebendige Instrumentalfarben zeigt sich hier. (dd/pm)

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