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Polizeibericht
Hannover: Sechs Männer beleidigen und verprügeln trans Frau
Vor einem Imbiss in der Reuterstraße wurde eine 44-jährige trans Frau von sechs unbekannten Männern beleidigt, geschlagen und am Boden liegend getreten und bespuckt. Die Polizei sucht Zeug*innen.

Symbolbild: Notrufsäule der Polizei in Hannover (Bild: IMAGO / Rust)
- 18. Juli 2023, 01:03h 2 Min.
In Hannover ist am Samstagabend eine 44-jährige trans Frau von bislang unbekannten Männern zunächst öffentlich beleidigt und im Anschluss angegriffen worden. Das meldete die Polizei der Landeshauptstadt am Montag.
Nach bisherigen Erkenntnissen des Zentralen Kriminaldienstes wartete die 44-Jährige vor einem Imbiss in der Reuterstraße auf eine Freundin. Gegen 20.40 Uhr passierten sechs bislang unbekannte Männer die Örtlichkeit. Die Männer beleidigten die trans Frau und schlugen diese im Anschluss. Durch den Angriff stürzte sie zu Boden, wo die Männer noch gemeinschaftlich auf sie eintraten und sie bespuckten.
Im Anschluss flüchteten die Täter unerkannt und zu Fuß in Richtung Lützowstraße. Eine Beschreibung der Männer liegt nicht vor. Die Geschädigte erlitt durch den Angriff leichte Verletzungen und begab sich im Anschluss eigenständig in ärztliche Behandlung.
Zeug*innen gesucht
Die Polizei hat Ermittlungen wegen Beleidigung auf sexueller Grundlage und wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. "Da die Tat Hasskriminalität aufgrund queerfeindlicher Hintergründe darstellt, ermittelt der Staatsschutz des Zentralen Kriminaldienstes Hannover", heißt es im Polizeibericht.
Zeug*innen, die Hinweise zu den Tätern und/oder zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter der Rufnummer (0511) 109-5555 zu melden. Die Polizeidirektion Hannover hat eigene "Ansprechpersonen LSBTIQ", die bei Bedarf beratend und begleitend unter der E-Mailadresse oder unter der Rufnummer (0511) 109-5214 zur Verfügung stehen.
Andersraum: "Gewalt ist für queere Menschen Alltag"
"Wir sind schockiert angesichts dieses erneuten Angriffs", schrieb Hannovers queeres Zentrum andersraum auf Instagram. "Überrascht sind wir jedoch nicht, denn diese Gewalt ist für queere Menschen Alltag. Jetzt heißt es einmal mehr: Zusammenstehen, Schutz und Unterstützung organisieren und, auch wenn es schwerfallen mag: Den Mut nicht verlieren."
Ende Mai war es am Rande des CSD Hannover zu einem brutalen Angriff auf einen 17-jährigen trans Mann und eine nichtbinäre Person gekommen (queer.de berichtete). (cw/pm)















Ich bin für heute wieder einmal restlos bedient.