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München

Klage gegen Audis Gendersprache-Leitfaden endgültig gescheitert

Ein Mitarbeiter der Konzernmutter VW muss es hinnehmen, dass Audi-Kolleg*innen geschlechtergerechte Sprache verwenden. Das Oberlandesgericht München hat die Berufung gegen ein früheres Urteil zurückgewiesen.


Symbolbild: Lenkrad eines Audi-Fahrzeugs (Bild: Boro Jovic / flickr)

  • 18. Juli 2023, 02:52h 3 2 Min.

Die Klage gegen einen Leitfaden für geschlechtergerechte Sprache bei der Audi AG ist endgültig gescheitert. Das Oberlandesgericht München hat die Berufung gegen ein früheres Urteil des Landgerichts Ingolstadt ohne mündliche Verhandlung zurückgewiesen. Das Rechtsmittel habe "offensichtlich keine Aussicht auf Erfolg", begründete ein Gerichtssprecher am Montag die Entscheidung. Das Ingolstädter Urteil vom Juli 2022 sei damit rechtskräftig (Az. 83 O 1394/21).

Ein Mitarbeiter der Konzernmutter VW, der mit Audi-Kolleg*innen zusammenarbeiten muss, hatte den Ingolstädter Autohersteller verklagt. Er hatte sich daran gestört, dass die Audi-Beschäftigten in der Kommunikation mit ihm wegen des Leitfadens Gender-Formen mit Unterstrich ("Mitarbeiter_innen") nutzen – den sogenannten Gender-Gap. Der VW-Mitarbeiter hatte deswegen Audi auf Unterlassung verklagt.

Kein Recht für Gender-Gegner*innen, "in Ruhe gelassen zu werden"

Doch die Richter*innen sahen keinen Verstoß gegen das Allgemeine Gleichstellungsgesetz oder andere Gesetze. Die Zivilkammer betonte, es gebe kein Recht für Gegner*innen von Gendersprache, "in Ruhe gelassen zu werden".

Der Prozess hatte bundesweit Beachtung gefunden, weil es auch in anderen Unternehmen Vorgaben zur Nutzung von gendersensibler Sprache gibt. Der Kläger war von einem Verein unterstützt worden, der das Gendern ebenfalls ablehnt. (cw/dpa)

-w-

#1 VitelliaAnonym
  • 18.07.2023, 14:10h
  • Unglaublich, was es für Querulanten gibt, die auch noch das Gericht sinnlos bemühen wegen der
    Gendersprache
    Was stört den Typ noch??
    Mit ihm wollte ich nicht zusammen arbeiten, wer wegen einer Sprachänderung vors Gericht zieht und Recht haben und bekommen will.
    Leben heißt Wandel! Da wandelt sich auch die Sprache immer wieder - und nicht wie zu Opas Zeiten, wo stur das alte Patriarchat galt und nur männliches Gequatsche in der Anrede.
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#2 GurkeAnonym
  • 18.07.2023, 15:10h
  • Hätte er damit recht bekommen, hätte er als nächstes gegen ein "Sehr geehrte Damen und Herren" ins felde ziehen können - vielleicht mag er ja auch nicht an die Existenz von Frauen erinnert werden...

    Alle Leteinsprechenden wissen eh, dass man auf audi! hört. ;-P
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#3 AndreAnonym
  • 19.07.2023, 15:24h
  • Antwort auf #2 von Gurke
  • Grundsätzlich sollte es jeden selbst überlassen werden ob man gendert oder nicht.

    Wenn der Bürger aber Mitarbeiter eines Autoherstellers ist, die innerhalb/außerhalb des Unternehmens gendert, dann muss er das mittragen auch wenn es ihm nicht gefällt.

    Ich arbeite auch für einen großen Logistikkonzern und das Unternehmen gendert. Auch wenn es mir nicht gefällt, muss ich die Sternchen und Punkte anwenden.
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