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Polizeibericht Berlin

Körper­ver­letzung mit homophobem und fremdenfeindlichem Hintergrund

In Berlin-Neukölln waren drei Frauen und ein Mann in einer handgreifliche Auseinandersetzung verwickelt, bei der es zu mehreren verbalen Hassattacken kam.


Der Vorfall ereignete sich am frühen Montagabend in Neukölln (Bild: René Mentschke / flickr)

  • 18. Juli 2023, 10:02h 1 2 Min.

Erneut meldet die Berliner Polizei einen Fall von Queerfeindlichkeit aus Neukölln: Am Montagabend kam es demnach zu Streitigkeiten mit wechselseitiger Körperverletzung und Beleidigung. Aktuellen Erkenntnissen zufolge gerieten gegen 19.25 Uhr zunächst eine 20- und 22-jährige Frau mit einer 30-jährigen Frau in einem Einkaufszentrum in der Hermannstraße in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll die 30-jährige Frau der 20-Jährigen ins Gesicht gespuckt, sie gegen die Beine getreten und anschließend homophob beleidigt haben.

Im Gegenzug dazu soll die 22-Jährige die acht Jahre ältere Frau fremdenfeindlich beleidigt haben. Ein hinzugekommener 29-jähriger Mann soll daraufhin der 20-Jährigen mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben. Anschließend entfernten sich der 29-jährige Mann und die 30-jährige Frau in unbekannte Richtung. Die 20-Jährige benötigte nach dem Schlag ins Gesicht keine ärztliche Behandlung.

Gegen 22.30 Uhr erschienen die zunächst unbekannt geflüchteten Beteiligten in Begleitung zweier Zeugen bei einem Polizeiabschnitt und äußerten sich zum Geschehen. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernimmt die weiteren Ermittlungen. Das ist bei vermuteter Hasskriminalität üblich.

Erst vor einer Woche war aus Neukölln ein Hassvergehen gegen eine nichtbinäre Person gemeldet worden (queer.de berichtete). Aus Berlin kommen sehr oft Berichte über queerfeindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für LGBTI. (cw/pm)

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