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Nach Hasswelle
Ramelow blockiert 3.000 queerfeindliche Twitter-Accounts
Wegen seiner Unterstützung des Pride Month erging ein rechter Shitstorm über den thüringischen Ministerpräsidenten. Jetzt zieht Bodo Ramelow Bilanz.

Bereits 2015 zeigte sich Bodo Ramelow mit der Regenbogenfahne – und erregte schon damals die Wut der Rechtsextremen (Bild: Staatskanzlei Thüringen)
- 18. Juli 2023, 13:17h 2 Min.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) hat am Sonntag auf Twitter mitgeteilt, er habe "ca. 3.000 Accounts blockiert, die mich für den [Regenbogen] attackiert haben". Hintergrund ist sein am 16. Juni zur CSD-Saison veröffentlichtes Profilbild, das den Regierungschef mit einer Regenbogenfahne zeigt. Das Bild wurde bereits mehr als eine Million Mal angezeigt. "Ich glaube, es ist ein Rekord, den dieser Tweet aufgestellt hat", so Ramelow.
/ bodoramelowIch glaube es ist ein Rekord, den dieser Tweet aufgestellt hat. Bis gestern lag er bei 990.000 Personen, die ihn gesehen haben und heute wurde die 1 Millionen Grenze überschritten. Dafür habe ich aber ca 3.000 Accounts blockiert, die mich für den attackiert haben. pic.twitter.com/oiZsuFLx01
Bodo Ramelow (@bodoramelow) July 16, 2023
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Nach der Veröffentlichung war das Bild in der Kommentarspalte mit Hass-Botschaften regelrecht überflutet worden ("Fick euren Kult #Stolzmonat"). Darauf reagierte Ramelow bereits zwei Tage nach dem Posting: "Seit Sonntag werde ich mit Hass überschüttet. Accounts die mit #Stolzmonat gekennzeichnet sind versuchen mich einzuschüchtern. Gerade deshalb erkläre ich mich mit der Pride solidarisch. Dafür muss ich nicht schwul sein, nur weltoffen und solidarisch." Der "Stolzmonat" wurde als Gegenkonzept zum Pride Month konzipiert und soll queere Menschen abwerten. Die Aktion wurde auch von der AfD verbreitet – unter dem Motto: "Schwarz-Rot-Gold ist bunt genug" (queer.de berichtete).
"Geballte Ladung Hass und Hetze"
Ministerpräsident Ramelow sprach von einer "geballten Ladung Hass und Hetze". Viele der Einträge seien von Bots gekommen, also von automatisierten Computerprogrammen.
Bereits seit seinem Amtsantritt Ende 2014 gilt Ramelow als Unterstützer der queeren Community. 2015 ließ er erstmals die Regenbogenfahne vor der Staatskanzlei hissen und zeigte sich bereits damals in einem ähnlichen Bild stolz mit der Fahne – schon damals zum Unmut der AfD, die ihm vorwarf, sich zum "Handlanger einer kleinen, aber lauten gesellschaftlichen Minderheit" zu machen (queer.de berichtete). (dk)















Aber Twitter ist das schlimmste von allem. Aufgrund der Kürze der Beiträge, die keinen Raum für ausgefeiltere Argumentationen bietet und aufgrund der Struktur des Netzwerks mit dem Reposten & Co ist die Radikalisierung bei Twitter besonders extrem. In allen Richtungen.