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American Football
Erstmals outet sich ein NFL-Trainer
Krafttrainer Kevin Maxen will nicht mehr über sein Privatleben lügen müssen – und spricht daher erstmals offen von seiner sexuellen Orientierung.

Kevin Maxen will seinen Freund nicht länger vor seinen Kollegen verstecken (Bild: Instagram / Kevin Maxen)
- 21. Juli 2023, 11:17h - 2 Min.
Der stellvertretende Krafttrainer des NFL-Teams Jacksonville Jaguars, Kevin Maxen, hat sich als schwul geoutet. "Ich möchte nicht mehr das Gefühl haben, darüber nachdenken zu müssen", sagte der American-Football-Coach der queeren Internetseite "Outsports" am Donnerstagabend (Ortszeit) zu seinem Schritt an die Öffentlichkeit.
Der Nachrichtenagentur AP und dem Portal zufolge ist Maxen damit der erste Trainer in einer großen US-Profiliga für Männer, der seine Homosexualität öffentlich gemacht hat. Er hoffe, offen und ohne Angst zu leben.
Während andere bei den Jacksonville Jaguars ihre Familie vorgestellt hätten, habe er das Bedürfnis gehabt, über seinen Freund Nick zu schweigen, mit dem er seit zweieinhalb Jahren liiert ist. Andere Coaches hätten hingegen über ihre Partnerschaft gesprochen. "Ich fühlte mich schuldig, weil ich nicht dasselbe tun konnte, weil ich mich selbst im Stich gelassen habe", sagte Maxen. "Das wird möglicherweise jemand anderem die Kraft geben, das eigene Leben zu akzeptieren und die Kontrolle über die eigene Geschichten zu erlangen", so seine Hoffnung.
Als erster aktiver Football-Profi aus der National Football League hatte Carl Nassib im Juni 2021, damals bei den Las Vegas Raiders, seine Homosexualität öffentlich gemacht (queer.de berichtete).
Die milliardenschwere Footballliga NFL versucht sich bereits seit längerem, eine queerfreundlicheres Image zu geben, etwa mit Unterstützung von CSDs oder Pride-Aktionen in sozialen Medien.
Wie im Fußball gibt es auch beim Football große Unterschiede zwischen Frauen- und Herrenteams. Während Coming-outs bei den Männern mit Ausnahme von Nassib nicht vorkommen, kommt es bei den Frauen schon mal zu Heiratsanträgen auf dem Spielfeld (queer.de berichtete). (dpa/dk)
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