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Fußball

FIFA stoppt Frage zu sexueller Orientierung in Marokkos WM-Team

Bei der offiziellen Pressekonferenz am Sonntag in Melbourne wurden Trainer Reynald Pedros und Kapitänin Ghizlane Chebbak von einem BBC-Reporter gefragt, ob es homosexuelle Spielerinnen in Marokkos Nationalteam gibt.


Marokkos Fußball-Nationalteam der Frauen Anfang Juli in der Schweiz (Bild: IMAGO / Manuel Stefan)

  • 23. Juli 2023, 10:18h 11 2 Min.

Mit der Frage nach der sexuellen Orientierung von Spielerinnen bei Deutschlands Auftaktgegner Marokko hat ein Reporter der englischen BBC bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Australien und Neuseeland für Aufregung gesorgt.

Bei der offiziellen Pressekonferenz am Sonntag in Melbourne wurden Trainer Reynald Pedros und Kapitänin Ghizlane Chebbak gefragt, ob es lesbische Spielerinnen im Nationalteam gibt. Wie "The Athletic" berichtete, sei der vom Weltverband FIFA eingesetzte Moderator eingeschritten und habe die Befragung gestoppt. Marokkanische Medienvertreter*innen hätten "hörbar bestürzt" auf die Frage reagiert.

Homosexuellen drohen in Marokko bis zu drei Jahre Haft

Marokko hat sich als erstes arabisches Land für eine Fußball-WM der Frauen qualifiziert. In dem nordafrikanischen Land stehen laut dem Strafrechtsparagrafen 489 auf homosexuelle Handlungen bis zu drei Jahre Haft. Im Jahr 2019 wurden acht Menschen bei einer Hochzeitsfeier wegen Homosexualität festgenommen (queer.de berichtete).

Nouhaila Benzina wird die erste Spielerin sein, die bei einer Frauen-WM einen Hidschab tragen wird. "Wir fühlen uns geehrt, das erste arabische Land zu sein, das an der Frauen-Weltmeisterschaft teilnimmt", sagte Kapitänin Chebbak. "Wir haben das Gefühl, dass wir eine große Verantwortung übernehmen müssen, um ein gutes Image zu vermitteln und die Erfolge zu zeigen, die die marokkanische Fußball-Mannschaft durch die Qualifikation für die Weltmeisterschaft erzielt hat."

Marokko ist an diesem Montag (10.30 Uhr MESZ/ZDF) Auftaktgegner der deutschen Fußballerinnen. (cw/dpa)

-w-

#1 Pride
  • 23.07.2023, 12:40h...
  • Die Frage eines Reporters der BBC nach Lesben im Team aus Marokko hat unter den Bedingungen in dem Land schon so etwas wie Denunziation. Das passt denn auch zur Transfeindlichkeit in der BBC und Großbritannien. Als wenn der Auflauf einer Spielerin mit dem Hidschab nicht schon größte Frauen- und mit ihr einhergehende Queerfeindlichkeit ausdrückt.
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#2 NidhalAnonym
  • 23.07.2023, 17:54h
  • Antwort auf #1 von Pride
  • Na herzlichen Glückwunsch!
    Hidschab = Frauen- und Queerfeindlich. Das ist ja eine sehr elaborierte Sicht auf die Welt und den Islam.
    Das ist Islamfeindlichkeit vom Feinsten.
    Ich bin Muslim. Und Queer. Und ja, das gibt es. Wir sind in 2023!!!
    Gehts noch?

    Genau solche Kommentare Grenzen aus. Reproduzieren Rassismen und sind zutiefst verletzend.

    Und jetzt bin ich mal gespannt, was auf diesen Post noch alles an Vorurteilen reproduziert wird.
  • Direktlink »
#3 Elena