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Trans-Hass in Berlin

Grab von Ella Nik Bayan bereits zum siebten Mal geschändet

Im September 2021 nahm sich die aus dem Iran geflüchtete trans Frau Ella Nik Bayan in Berlin das Leben. Seither machen transfeindliche Kräfte offenbar einen Sport daraus, sie zu verhöhnen. Zuletzt am Tag nach dem CSD.


Das Grab von Ella Nik Bayan auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in Berlin-Lichtenberg (Bild: IMAGO / Jürgen Ritter)
  • 24. Juli 2023, 08:25h 13 2 Min.

Am Sonntag wurde das Grab von Ella Nik Bayan im Berliner Stadtteil Lichtenberg bereits zum siebten Mal geschändet. Das meldete die Polizei der Hauptstadt am Montag.

Laut Polizeibericht wurde am Sonntagmorgen gegen acht Uhr auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in der Gudrunstraße festgestellt, dass durch Unbekannte das Grab der verstorbenen trans Frau "mittels Feuerwehr-Absperrband umwickelt und ein Aufkleber mit einem Warnsymbol angebracht worden" war. Durch Polizeikräfte wurden die Gegenstände entfernt und als Beweismittel sichergestellt.

Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat – wie bei Hass­kriminalität üblich – die weiteren Ermittlungen übernommen. Nach dem Strafgesetzbuch kann "Störung der Totenruhe" mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden.

Selbstverbrennung auf dem Alexanderplatz

Am 14. September 2021 hatte sich die aus dem Iran geflüchtete Ella Nik Bayan auf dem Berliner Alexanderplatz mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und sich selbst entzündet (queer.de berichtete). Ihr Tod schockierte die Community (queer.de berichtete).


Ella Nik Bayan starb im September 2021 (Bild: Bita Mills)

Bereits sechs Mal vor diesem aktuellen Vorfall wurde Bayans Grab geschändet. Beim letzten Übergriff im April wurden dort mehrere Sachen, unter anderem eine Gummibrust, abgelegt (queer.de berichtete).

Zuvor wurde im Dezember 2022 ein in eine Plastikfolie eingeschweißtes Gedicht hinterlassen, aus dem eine christlich-fundamentalistische Motivation hervorgeht (queer.de berichtete). In allen Fällen konnten Täter*innen bislang nicht ermittelt werden. (cw)

In einer ersten Version des Berichts hieß es, Ellas Grab sei zum sechsten Mal geschändet worden. Tatsächlich geschah es bereits zum siebten Mal. Vielen Dank an den LSVD Sachsen-Anhalt für den Hinweis.

-w-

#1 mesonightAnonym
  • 24.07.2023, 11:38h
  • Das ist so unfassbar! Hier sollte man wirklich eine Kamera platzieren.
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#2 Seven of NineAnonym
  • 24.07.2023, 12:15h
  • Antwort auf #1 von mesonight
  • "Das ist so unfassbar! Hier sollte man wirklich eine Kamera platzieren."

    Yay! Der Ruf derer "wir hier unten" nach dem autoritären, alles kontrollierenden und überwachendem Staat von "denen da oben". DAS ist bio-weiss-deutsch.

    Immer wieder die gleichen leeren Phrasen unter diesen Artikeln, mit denen man jede eigene Verantwortung von sich weist. Fehlt nur noch die scheinheilige Bekundung von "thoughts and prayers".

    Dabei gehören der Kampf um queere Rechte und der feministische Widerstand gegen Autorität seit jeher zusammen. Wahre Selbstbestimmung steht konträr zu einem kontrollierenden Staat.

    Wie wäre es denn statt den Rufen nach dem autoritären Staat mit einer selbstbestimmten politischen Handlungsdruck erzeugenden Aktion der queeren community der deutschen Hauptstadt? Geschieht durch die queeren communities in anderen Ländern doch dauernd. Die Berliner community ist doch so unglaublich queer, selbstbestimmt und so unglaublich handlungsfähig. - Und vor allem anti-autoritär...

    ...wie viele Menschen waren am Samstag noch mal auf dem C$D Berlin? - Ich bin angewidert von so viel Empathielosigkeit, Ignoranz und saturierter Gleichgültigkeit zum sechsten Mal in Folge!
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#3 JalolneAnonym
  • 24.07.2023, 12:37h
  • Antwort auf #2 von Seven of Nine
  • Niemand hindert dich daran eine "selbstbestimmende, politischen Handlungsruck erzeugende Aktion" an den Start zu bringen, dank dem Internet musst du zur Organisation nicht mal vor Ort sein!
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