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Zensur

Kinovorstellungen von "Barbie" in Teilen Pakistans verboten

Wegen "anstößiger Inhalte" – gemeint sind offenbar queere Szenen – darf die Komödie "Barbie" in Pakistans bevölkerungsreichster Provinz Punjab nicht im Kino gezeigt werden.


Szene aus dem Kinofilm "Barbie" (Bild: Warner Bros. Pictures)

  • 25. Juli 2023, 00:18h 1 2 Min.

Pakistan hat die Ausstrahlung des Films "Barbie" in seiner bevölkerungsreichsten Provinz verboten. Die Zensurbehörde in Punjab untersagte Kinoaufführungen, wie der Informationsminister der Provinz, Ali Nawaz Awan, der Deutschen Presse-Agentur am Montag bestätigte. Begründet wurde dies mit "anstößigen Inhalten". Während der Film in anderen Landesteilen ausgestrahlt wird, prüft die Provinz mit rund 127 Millionen Einwohnern eine zensierte Version, um Kinovorstellungen möglicherweise zu erlauben. Medienberichten zufolge sind LGBTI-Themen des Films Grund für das Verbot und die Zensur.

In "Barbie" von Greta Gerwig wird die Geschichte der ikonischen Puppe Barbie erzählt. Bei der Komödie handelt es sich um die erste Verfilmung mit realen Schauspieler*­innen. Die Barbie-Puppe kam bisher nur in Animationsfilmen vor, nie in einem abendfüllenden Film mit echten Darsteller*­innen. In Deutschland ist "Barbie" seit dem 20. Juli im Kino (Filmkritik von Jojo Streb).

Auch preisgekrönter Film mit trans Frau verboten

Immer wieder werden Filme in Pakistan zensiert oder verboten. Vergangenes Jahr hatte die Regierung den preisgekrönten Film "Joyland" untersagt. Dieser handelt von der Affäre eines verheirateten pakistanischen Mannes mit einer trans Frau. Der Film wurde später von der Regierung nach einer Überprüfung durch die nationale Zensurbehörde freigegeben, aber "Joyland" blieb in Punjab, der bevölkerungsreichsten Provinz, verboten.

"Joyland" war die erste pakistanische Produktion, die bei den Filmfestspielen von Cannes uraufgeführt wurde (queer.de berichtete). Kritik kam vor allem von islamischen Hardlinern aus den traditionellen Schichten Pakistans. Queere Menschen sind in dem südasiatischen Land immer wieder Diskriminierung ausgesetzt. Im Mai dieses Jahres wurde ein 2018 eingeführte Selbstbestimmungsgesetz für trans Menschen gekippt (queer.de berichtete).

Kritik an "Barbie" auch in den USA

Der Kinofilm "Barbie" war auch in den USA viel Kritik von konservativer Seite ausgesetzt: In rechten Medien wie Fox News wurde kritisiert, dass der Film zu queerfreundlich und "woke" sei (queer.de berichtete).

Direktlink | Deutscher Trailer zu "Barbie"
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An der Kinokasse gelang dem pinken Spektakel jedoch ein sensationeller Start: Nach nur drei Tagen spielte die Komödie von Greta Gerwig allein in den USA 155 Millionen US-Dollar ein und brach damit bereits die ersten Rekorde (queer.de berichtete) (cw/dpa)

-w-

#1 cineastAnonym
  • 26.07.2023, 00:03h
  • Welche Szenen sind denn so queer, dass der Film dort verboten wurde? Genau deswegen würden mich diese Szenen nämlich jetzt umso mehr interessieren...
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