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Strafprozess

Penis-Vergrößerung mit Silikon: Gab es einen zweiten Todesfall?

Ein 46-jähriger schwuler Mann aus Solingen ist vor dem Landgericht Wuppertal wegen der Verabreichung von tödlichen Silikon-Injektionen angeklagt. Nun steht ein zweiter Todesfall im Raum, der den Fall deutlich verschärft.


Symbolbild: Stühle in einem Saal des Landgerichts Wuppertal (Bild: IMAGO / biky)

  • 26. Juli 2023, 02:39h 3 2 Min.

Gegen den Angeklagten im Prozess um eine tödlich verlaufene Penis-Vergrößerung sind neue Ermittlungen eingeleitet worden. Das hat die Wuppertaler Staatsanwaltschaft am Dienstag mitgeteilt. Hintergrund ist die Aussage des ehemaligen Lebensgefährten des Angeklagten, wonach der derzeit am Wuppertaler Landgericht verhandelte Todesfall nicht der einzige sei und es noch einen weiteren gegeben habe.

Der 46-jährige Angeklagte aus Solingen hatte sich während des Prozesses zeitweise nach Spanien abgesetzt, war dann aber zurückgekehrt und hatte sich der Justiz gestellt. Seither ist er in Untersuchungshaft.

Staatsanwaltschaft prüft Tatvorwurf des Totschlags oder Mordes

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft kündigte an, dass sich der Vorwurf gegen den Angeklagten im Fall eines zweiten Todesopfers deutlich verschärfen könnte. Sollte der 46-Jährige trotz tödlich verlaufener Injektion weiter derartige Eingriffe vorgenommen haben, komme auch der Tatvorwurf des Totschlags oder sogar des Mordes in Betracht.

Dem Kellner wird im aktuellen Prozess vorgeworfen, einem 32-Jährigen, der er 2016 über eine Datingplattform für schwule Männer kennenlernte, zwecks Penisvergrößerung mehrere Spritzen mit Silikonöl verabreicht zu haben. Dieser habe laut seiner Aussage auf die Injektionen gedrängt und sich ein, so wörtlich, "monströses Gehänge" gewünscht. An den Spritzen war der 32-Jährige laut Anklage jedoch gestorben, weil das Silikonöl in die Blutbahn gelangt sei und eine Blutvergiftung verursacht habe (queer.de berichtete).

Die Injektionen hatte der 46-Jährige vor Gericht bereits zugegeben. Der Mann muss sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge und Verstoßes gegen das Heilpraktiker-Gesetz verantworten. Er soll die Injektionen ohne Zulassung oder Befähigung vorgenommen haben. (cw/dpa)

#1 PeerAnonym
  • 26.07.2023, 12:00h
  • Wie kann man bitteschön so dumm sein, sich von einem Kellner (!) Injektionen geben zu lassen. Selbst wenn man sowas machen lässt, dann bitte nur von einem Facharzt auf diesem Gebiet. (Und selbst da gibt es schwarze Schafe.)

    Seriöse Mediziner, die solche Eingriffe vornehmen, verwenden auch kein Silikon, sondern Hyaloron (was nur temporär wirkt) oder Eigenfett. Und selbst das ist schon nicht ohne Risiken, wovon optisch unschöne Ergebnisse und Impotenz noch die geringsten sind.

    Wieso akzeptieren wir nicht einfach, dass Pimmel genauso individuell und unterschiedlich sind wie Fingerabdrücke oder die Iris?! Es gibt eben lange und kurze, dicke und dünne, gerade und krumme, glatte und faltige, helle und dunkle, beschnittene und unbeschnittene, stark behaarte und wenig behaarte, und alles dazwischen.

    Ist doch schön, dass es so eine Vielfalt gibt und sich keine zwei gleichen...

    Wenn ich einen Mann toll finde, ist es mir egal, ob der einen Pferderiemen zwischen den Beinen hat oder einen kleinen Schniedel. Beides hat seine Reize und seine Vor- und Nachteile. Aber erfüllter Sex und glückliche Beziehungen sind mit allen Größen und Formen möglich.
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#2 BodyDiversityAnonym
  • 26.07.2023, 12:24h
  • Antwort auf #1 von Peer
  • Penisse sind für mich zwar Cringe xD, aber auf die weibliche Brust gemünzt, sehe ich es wie du.
    Den Körper so akzeptieren, wie er ist, das können Menschen anscheinend schwerlich... Seit der Mensch als solcher bezeichnet wird, gibt es Körpermodifikationen. Den Körper nach eigenen Vorstellungen anzupassen scheint etwas zu sein, das tief in unserem Wesen steckt und nicht nur Schrott, wie den asozialen Medien zu verdanken ist. Aber ja, n bisschen Vernunft schadet sicher auch nicht und ich würde mir nicht mal ein Ohr von irgendeinem Kellner oder einer Kellnerin piercen lassen...
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#3 suave25Anonym
  • 27.07.2023, 10:17h
  • Antwort auf #1 von Peer
  • In der schwulen Community ist das Ideal eines großen Penisses omnipräsent. Daher verstehe ich das Leidensdruck und einhergehende Komplexe.
    Idealfäll ist eben Selbstakzeptanz. But the world is not perfect.
    Aber in diesem Fall: saudumm.
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