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Pop-Legende
Sinéad O'Connor ist tot
Das Lied "Nothing Compares 2 U" machte sie weltbekannt – nun gab ihre Familie den Tod der irischen Sängerin mit 56 Jahren bekannt.

O'Connor in einem Bild für die im letzten Jahr erschienene Dokumentation "Nothing Compares 2 U" (Bild: Showtime)
- 26. Juli 2023, 20:43h - 3 Min.
Die irische Popsängerin Sinéad O'Connor ist im Alter von 56 Jahren gestorben. Das berichteten die Zeitung "Irish Times", der irische Rundfunksender RTÉ und die BBC am Mittwochabend unter Berufung auf eine Erklärung der Familie. O'Connor war eine der bekanntesten Musikerinnen Irlands. Den internationalen Durchbruch hatte sie 1990 mit dem von Prince geschriebenen Song "Nothing Compares 2 You", der auch in Deutschland ein Nummer-eins-Hit war und vor 33 Jahren elf Wochen auf der Spitzenposition der Charts stand.
"Mit großer Trauer geben wir den Tod unserer geliebten Sinéad bekannt", zitierten Medien aus dem Statement der Familie. Familie und Freunde baten demnach darum, in dieser schwierigen Zeit ihre Privatsphäre zu wahren. Details zur Todesursache wurden nicht publik.
Karriere mit Rückschlägen und Kontroversen
Die Sängerin war am 8. Dezember 1966 in Glenageary geboren worden. Zwischen 1987 und 2014 veröffentlichte die Musikerin und Sängerin insgesamt zehn Studioalben. Mit ihrem Debütalbum "The Lion and the Cobra" wurde sie erstmals für einen Grammy Award nominiert. Ihr zweites Album "I Do Not Want What I Haven't Got" von 1990, auf dem auch "Nothing Compares 2 U" enthalten ist, brachte ihr den Grammy in der Kategorie "Best Alternative Music Performance" ein.
Mit kontroversen Auftritten und Aussagen erregte O'Connor immer wieder Aufmerksamkeit, sie zerriss etwa 1992 vor laufender Kamera ein Bild von Papst Johannes Paul II. Spirituell hatte O'Connor verschiedene Richtungen eingeschlagen. Vor einigen Jahren wurde bekanntgegeben, sie sei zum Islam konvertiert. In den 90ern hatte sie sich von einer katholischen Splittergruppe angeblich zur Priesterin weihen lassen.
O'Connor hatte mehrfach angekündigt, ihre Karriere beenden zu wollen, und in der Vergangenheit über psychische Probleme und Suizidgedanken erzählt. "Psychische Krankheiten sind ein bisschen wie Drogen – sie kümmern sich nicht darum, wer du bist", sagte sie in einem Video, das im Jahr 2017 Sorgen um O'Connor ausgelöst hatte. Vor mehr als einem Jahr verlor sie ihren damals erst 17-jährigen Sohn Shane, der sich das Leben nahm.
Die Sängerin hatte insgesamt vier Kinder und war vier Mal mit Männern verheiratet. Zugleich hatte sie mehrfach erklärt, dass sie nicht hundertprozentig heterosexuell sei und Sex mit sowohl Männern als auch Frauen gehabt habe. Im Jahr 2000 hatte sie ihr Coming-out mit den Worten "I actually am a dyke". Ein Jahr später ruderte sie zurück: "Ich habe überkompensiert, als ich mich eine Lesbe genannt habe." 2005 erklärte sie schließlich: "Ich bin drei Viertel heterosexuell und ein Viertel gay. Ich mag eigentlich haarige Typen am liebsten." Später sagte sie aber, es sei "nicht richtig", sie bisexuell zu nennen. (cw/dpa/spot)













