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"Travel Proud": Über die Bedeutung aktiver Allies in der Reisebranche
Im Rahmen des Programms "Travel Proud" bietet Booking.com seit 2021 Unterkunftspartner*innen kostenlose Trainings für eine inklusive Gastfreundschaft an. Mittlerweile gibt es weltweit über 33.000 zertifizierte Unterkünfte.

Auf Reisen keine bösen Überraschungen erleben: Lesbisches Paar im Hotelzimmer (Bild: Booking.com)
- 29. Juli 2023, 00:57h - 3 Min.
Im Rahmen der deutschlandweiten Pride- und CSD-Veranstaltungen hat Booking.com mit der "Travel Proud Experience" in Berlin am 20. Juli 2023 ein Event der besonderen Art ausgerichtet. Moderiert von Ayan Yuruk, TV-Host von "Queer Eye Germany" auf Netflix, wurden gemeinsam mit der Berliner Dragqueen Bambi Mercury, Nadine Stachel, Regional Managerin D-A-CH bei Booking.com, und Francesca Schiano, General Managerin des Proud-zertifizierten 25hours Hotel Bikini Berlin, nicht nur persönliche Reiseerfahrungen ausgetauscht, sondern auch intensiv über aktuelle Entwicklungen und Hürden beim inklusiven Reisen diskutiert.
Auch Konsument*innen durften dabei sein, als die bislang umfangreichste Studie zum inklusiven Reisen von Booking.com vorgestellt wurde. In der globalen Umfrage beleuchtet Booking.com sowohl Fortschritte als auch bestehende Herausforderungen, mit denen die LGBTQIA+-Community auf Reisen konfrontiert ist. Insgesamt wurden dabei 11.555 LGBTQIA+-Reisende in 27 Ländern und Regionen auf der ganzen Welt befragt, darunter über 1.000 Teilnehmende aus Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass großer Bedarf für die Tourismusbranche besteht, weitere Schritte in Richtung Inklusion zu gehen.
Spezielle Tipps für LGBTQIA+-Reisende noch selten
Zudem zeigt sich auch, dass die Branche eindeutig eine Rolle bei der Veränderung von Sichtweisen und Wahrnehmungen spielt. Fast drei Viertel (72%) der deutschen LGBTQIA+ Reisenden fühlen sich aufgrund der zunehmenden Inklusivität der Reisebranche beim Reisen wohler, bei genderfluiden oder genderqueeren Reisenden sind es weltweit gesehen 87%. Außerdem genießen 75% der deutschen LGBTQIA+-Reisenden den Prozess der Reisebuchung.

Die Reisebranche ist bereits inklusiver geworden: Regenbogenfamilie vor dem Check-In (Bild: Booking.com)
Die Umfrage zeigt aber auch, dass noch viel mehr getan werden muss, um den Bedürfnissen der LGBTQIA+-Reisenden gerecht zu werden. Während beim Check-in häufig Tipps und Informationen zur Umgebung gegeben werden (34% in Deutschland), sind spezielle Tipps für LGBTQIA+-Reisende viel seltener – nur 16% haben dies hierzulande erlebt. 26% der deutschen Befragten möchte LGBTQIA+-relevante Informationen über die örtlichen Gegebenheiten erhalten, wie beispielsweise Gesetze, religiöse Rahmenbedingungen und Tipps für sichere Orte. Bei Reisenden, die sich als trans* und genderfluid oder genderqueer identifizieren, steigt dieser Anteil bei den weltweiten Umfrageergebnissen deutlich auf 51%.
Klarer Bedarf für Reiseunternehmen
Es besteht ein klarer Bedarf für Reiseunternehmen, als Allies aktiv zu werden und Richtlinien umzusetzen, die für LGBTQIA+-Reisende inklusiv und einladend sind: So informieren sich beispielsweise 60% der deutschen Befragten vor der Reise über Reisemarken und -erlebnisse, um herauszufinden, wie diese Menschen unterstützen, die sich als LGBTQIA+ identifizieren. Über die Hälfte (55%) geben an, dass sie Reisen und Erlebnisse eher bei Marken buchen, die Personen aus der Community gehören.

Booking.com stellt sein "Travel Proud"-Programm auch auf Pride-Veranstaltungen vor (Bild: Booking.com)
Damit Reisen inklusiver wird, hat Booking.com das "Travel Proud"-Programm ins Leben gerufen: Seit der Einführung 2021 bietet Booking.com Unterkunftspartner*innen im Rahmen des Programms kostenlose Trainings für eine inklusive Gastfreundschaft an. Diese helfen dabei, ein besseres Verständnis für die spezifischen Herausforderungen zu entwickeln, mit denen LGBTQIA+-Reisende konfrontiert sind. Außerdem erfahren Unterkunftspartner*innen, was sie konkret tun können, damit sich alle Gäste willkommener fühlen und ihre Reise in vollen Zügen genießen können – unabhängig davon, woher sie kommen, wen sie lieben oder wie sie sich identifizieren. Mittlerweile gibt es weltweit mehr als 33.000 durch das Programm zertifizierte Unterkünfte auf Booking.com, über 1.500 sind es in Deutschland.


















