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"Aktionen zeigen, dass der CSD weiter nötig ist"

Queer­feindliche Attacken beim CSD Chemnitz

In Chemnitz versuchten Rechte den CSD zu stören. Das zeige, wie wichtig der Pride immer noch sei, so einer der Veranstalter.


Unbekannte zündeten eine Regenbogen­fahne an (Bild: Facebook / CSD Chemnitz)

  • 31. Juli 2023, 14:34h 2 Min.

Beim CSD Chemnitz kam es zu mehreren queer­feindlichen Zwischenfällen: Vor der Demo durch die Innenstadt am Samstag, an der laut den Veranstalter*­innen mehr als 1.500 Menschen teilnahmen, zündeten Unbekannte eine Regenbogen­fahne am Startpunkt der Demo an. "Wir lassen uns von derartigen Angriffen nicht einschüchtern", erklärte daraufhin der CSD-Verein auf Facebook.

Bürgermeister Ralph Burkhardt verurteilte die Tat: "Ich rufe zu Respekt und Solidarität auf. Und man darf sich davon nicht entmutigen lassen: Der CSD ist wichtig!", so der CDU-Politiker nach städtischen Angaben. "Chemnitz – unsere Gesellschaft – muss ein Ort sein, an dem jede:r Einzelne frei leben kann, ohne Angst vor Diskriminierung oder Gewalt haben zu müssen."

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Posted by Chemnitz.de on Saturday, July 29, 2023
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Auch auf der Demo gab es Attacken: So habe er unter anderem einen Hitlergruß gesehen, erklärte der CSD-Sprecher Robert Lutz laut "Tag24". "Solche Aktionen zeigen, dass der CSD weiter nötig ist, um Akzeptanz und Sicherheit für queere Menschen zu schaffen", so Lutz.

Außerdem habe eine Gruppe aus Neonazis aus dem Erzgebirge Teilnehmende am Schillerplatz und später am Falkeplatz verbal attackiert. Die Zeitung "Freie Presse" berichtete, dass sich eine queer­feindliche Gruppe von zehn jungen Leuten am Schillerplatz mit einer Deutschlandflagge positioniert habe, um gegen den CSD zu protestieren.

Queere Menschen als "abnormal" angegriffen

Der Grünen-Landtagsabgeordnete Volkmar Zschoke beklagte gezielte Attacken: "Die sogenannten 'Freien Sachsen' schüren – maßgeblich von rechtsextremen Chemnitzer Stadträten organisiert – permanent den Hass, nicht nur auf Geflüchtete oder auf uns Bündnisgrüne, sondern gezielt auch auf queere und nicht-binäre Menschen, die als 'abnormal' angegriffen werden", so der Politiker auf seiner Website. "Leider gibt es gerade im Erzgebirge und auch in Chemnitz einen nicht unerheblichen Resonanzraum für diese freiheitsfeindliche und menschenverachtende Ideologie." Dazu veröffentlichte er eine Reihe queerfeindlicher Einträge in sozialen Medien ("Erschießen dieses ekelhafte Gesindel!").

Schirmfrau der Veranstaltung war die sächsische Justizministerin Katja Meier, die gemeinsam mit ihrer Partnerin, der NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (beide Grüne), am CSD teilnahm. "Du bist gut, wie du bist, egal wen du liebst oder welche Identität Du hast", so Meier in einer Ansprache. (cw)

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