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Neues Ghostface-Abenteuer geplant

Schwuler Regisseur inszeniert "Scream 7"

Der erfahrene Horrorfilmemacher Christopher Landon wird bei "Scream 7" auf dem Regiestuhl Platz nehmen. Die Fortsetzung von "Scream VI" befindet sich offiziell in der Entwicklung.


Christopher Landon als Regisseur am Set von "Happy Deathday 2U", einem Horrorfilm aus dem Jahr 2019 (Bild: IMAGO / Everett Collection)
  • 3. August 2023, 14:35h 3 Min.

Nach dem erfolgreichen – und sehr queeren – Reboot der "Scream"-Filmreihe mit "Scream" (2022) und "Scream VI" (2023) war es im Grunde nur eine Frage der Zeit, bis sich Horrorfilm-Fans auf Nachschub freuen können. Nun befindet sich "Scream 7" laut dem Branchenmagazin "The Hollywood Reporter" in der Entwicklung. Die "Scream 5 und 6"-Regisseure Matt Bettinelli-Olpin (45) und Tyler Gillett (41) werden den nächsten Teil der im Jahr 1996 begonnen Filmreihe allerdings nicht mehr inszenieren. Für sie übernimmt Filmemacher Christopher Landon (48), der bereits einige Erfolge im Horror-Genre aufweisen kann.

Bekannt durch "Freaky" und "Happy Deathday"

Der 48-jährige US-Amerikaner inszenierte nämlich in den vergangenen Jahren die Zeitreise-Horrorfilme "Happy Deathday" (2017) und "Happy Deathday 2U" (2019) sowie den Körpertausch-Horrorfilm "Freaky" (2020). Die bisherigen "Scream"-Regisseure Bettinelli-Olpin und Gillett widmen sich derweil einem neuen Grusel-Werk für das Filmstudio Universal. An "Scream 7" sind sie jedoch als ausführende Produzenten beteiligt, und gehen der Reihe somit nicht komplett verloren.

Regisseur Christopher Landon ist der Sohn des berühmten Schauspielers Michael Landon (1936-1991, "Bonanza", "Unsere kleine Farm"). Christopher outete sich Landon bereits im Jahr 1999 kurz nach Beginn seiner Regiekarriere – zu einer Zeit, als diese Offenheit im Filmbusiness noch sehr ungewöhnlich war. Er berichtete bei seinem Coming-out davon, dass seine Mutter seine sexuelle Orientierung wegen ihres christlichen Glaubens nicht akzeptieren wollte. Christopher Landon lebt heute in seinem Geburtsort Los Angeles und zieht mit seinem Partner Cody Morris einen Sohn groß.

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Drehbuchautor der ersten beiden "Scream"-Teile (1996/1997) war mit Kevin Williamson ebenfalls ein schwuler Mann – und das wurde in den Storys deutlich. Er erklärte etwa 2021, dass die Horrorfilmreihe von Beginn an codiert auch homosexuelle Männer angesprochen habe. Schwule würden nämlich aus Diskriminierungserfahrungen die weibliche Hauptfigur besonders mögen – das kenne er aus seinem eigenen Leben: "Als ein schwules Kind habe ich mich mit dem 'final girl' und ihrem Kampf identifiziert, weil man als schwules Kind ähnlich handeln musste, um zu überleben. Man sieht diesem Mädchen dabei zu, wie es die Nacht überlebt und welches Trauma ihm widerfährt. Ich denke, die 'Scream'-Filme sind ein Code für schwules Überleben" (queer.de berichtete).

Cast für Teil 7 ist noch nicht bekannt

Zur Besetzung des nunmehr siebten "Scream"-Teils ist gegenwärtig noch nichts bekannt. Laut Quellen des "Hollywood Reporter" wird jedoch erwartet, dass "Wednesday"-Star Jenna Ortega (20) und die übrigen Darsteller wie Melissa Barrera (33) und Mason Gooding (26) zurückkehren werden. Wohl erst nach dem Ende des Schauspielstreiks in Hollywood ist in dieser Hinsicht mit Neuigkeiten zu rechnen. Auch ein Drehbuchautor oder eine Drehbuchautorin für "Scream 7" steht derzeit noch nicht fest.

Der schlicht "Scream" betitelte sechste Eintrag ins langlebige Horrorfilm-Franchise entpuppte sich im Jahr 2022 als gewaltiger Erfolg an den weltweiten Kinokassen. Ein Einspielergebnis von rund 139 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 127 Millionen Euro) steht einem Budget von 24 Millionen US-Dollar (22 Millionen Euro) gegenüber. Auch "Scream VI", der zwischen 33 und 35 Millionen US-Dollar (rund 21 Millionen Euro) gekostet haben soll, erwies sich mit einem weltweiten Einspielergebnis von 169 Millionen Dollar (rund 155 Millionen Euro) in finanzieller Hinsicht als Volltreffer. (spot/cw)

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