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Queerer Journalismus hat seinen Preis
Lars Lucht: Ich zahle für queer.de, weil...
Leser*innen von queer.de begründen, warum sie sich für ein freiwilliges Abo entschieden haben (Teil 27).

Lars Lucht unterstützt neben queer.de u.a. auch den LSVD, das Queere Netzwerk NRW, den Cologne Pride, das Jugendzentrum anyway, Pulse of Europe und Wikipedia. Er ist ehemaliger Mitarbeiter der Zeitung "Queer", Verlagskaufmann und Buchhalter aus Köln – und schwimmt auch auf einem CSD gerne mal provokativ gegen den Strom (Bild: privat)
- 4. August 2023, 22:35h 3 Min.
Hinter gutem Journalismus stecken viel Zeit und harte Arbeit – doch allein aus Werbeeinnahmen lässt sich ein Onlineportal wie queer.de nicht finanzieren. Mit freiwilligen Abos und Spenden, u.a. per Paypal oder Überweisung, sichern Hunderte Leser*innen die wichtige Arbeit für die LGBTI-Community. Doch nach wie vor arbeitet die Redaktion am Limit. Wir kämpfen täglich dafür, die Qualität halten zu können, und wollen besser werden. Doch ohne weitere Hilfe besteht die Gefahr, dass wir unsere Berichterstattung einschränken müssen. Hier informieren wir über Hintergründe und Möglichkeiten der Unterstützung.
Vor allem regelmäßige Beträge, seien es auch nur fünf Euro im Jahr, helfen: In dieser Serie erklären Leser*innen, warum sie queer.de mit einem freiwilligen Abo unterstützen. Wir knüpfen damit an eine frühere Kampagne an: Bereits 2015 hatten wir 17 Unterstützungs-Statements veröffentlicht.
Nach dem Medienwissenschaftler Jörg Litwinschuh-Barthel, dem Pressesprecher der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) Markus Gutfleisch, Conrad Breyer und Stanislav Mishchenko von Munich Kyiv Queer, queer.de-Autor Fabian Schäfer, der Bundestagsabgeordneten Nyke Slawik, "Queerspiegel"-Redakteur Tilmann Warnecke, dem Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten Farid Müller, dem Düsseldorfer Rentner und Aktivisten Thomas Hellgrewe und der Berliner Soziologin Dr. Kerstin Oldemeier begründet heute der Kölner Verlagskaufmann Lars Lucht sein Engagement:
Ich zahle für queer.de, weil es unabhängigen Qualitätsjournalismus nicht zum Nulltarif geben kann und Solidarität und gegenseitige Wertschätzung fundamentale und tragende Elemente unserer vielfältigen Community sind.
Queer.de kämpft inzwischen seit Jahrzehnten konstant und verlässlich sowie oft unter widrigsten Umständen an der journalistischen Front der queeren Bewegung. Teils massiven feindlichen Repressalien ausgesetzt sowie eigentlich immer unter chronischen personellen und finanziellen Engpässen. Queerer Journalismus ist eben auch heute noch alles andere, als ein fröhlicher Spaziergang durch eine bunte Nachrichtenwelt – so wie auch Stonewall weder eine lustige Party noch ein Marketing-Event gestylter Drag-Queens war!
Für viele queere Menschen auf der ganzen Welt gehören Erfahrungen von Diskriminierung, Unterdrückung, Verfolgung, Hass und Gewalt immer noch zur bitteren Realität. Als Informationsquelle, Sammelarchiv, Anklägerin und Sprachrohr unserer bunten, internationalen und multikulturellen Gemeinschaft sehe ich queer.de hier in einer unverzichtbaren Doppelfunktion: queer.de berichtet! Und was noch viel wichtiger ist: queer.de berichtet, was andere Medien oft nicht berichten! Damit nimmt queer.de auch eine Rolle von gesamtgesellschaftlicher Relevanz ein.
Allein deshalb ist es so wichtig, dass queer.de als wertvolles Element der Sichtbarmachung in unserer pluralistischen Medienlandschaft erhalten bleibt. Und deshalb ist es auch nicht einmal erforderlich, sich selbst der LGBTQIA+*-Community zugehörig zu fühlen, um seiner Wertschätzung und Solidarität durch eine entsprechende Unterstützung Ausdruck zu verleihen.
Was das kleine und hochprofessionelle Team von queer.de in Qualität und Umfang leistet, ist eigentlich unbezahlbar. Da ist es für mich das mindeste, auch etwas zurückzugeben und seinen eigenen Beitrag zu leisten. Und wenn viele mitmachen, wird aus vielen, selbst kleinen Beiträgen, am Ende eine große Unterstützung!
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