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Sachsen-Anhalt

Erster CSD in Weißenfels: "Lassen uns nicht einschüchtern"

Die CSD-Premiere im Burgenlandkreis erhält viel Gegenwind von Rechtsextremen: Die Organisator*innen stellen aber klar, dass sie trotz des Gegenwindes Sichtbarkeit zeigen wollen.


In Weißenfels gibt es den ersten CSD – trotz Geschrei von Rechtsaußen (Bild: lillen / pixabay)
  • 9. August 2023, 08:47h 2 Min.

Wenige Tage vor dem ersten Christopher Street Day in Weißenfels (Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt) haben Veranstalter und Politik die Wichtigkeit der Veranstaltung betont. "Wir lassen uns nicht einschüchtern", sagte Mitorganisator Eric Stehr der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe bereits enge Absprachen mit der Polizei zu dem für Samstag geplanten Event.

Im Vorfeld hatte es unter anderem von Seiten der rechtsextremen Partei "Der III. Weg" Hetze gegen die Veranstaltung in der 33.000 Einwohner*­innen zählenden Stadt gegeben. Sowohl in sozialen Medien als auch per Flugblättern wurde mit queer­feindlichen Aussagen Stimmung gegen den CSD gemacht.

"Im August zieht der CSD-Wahnsinn auch durch Weißenfelser Straßen", schrieb die Kleinpartei auf ihrer Website. "Um Unser Volk über diese Homopropaganda aufzuklären, haben junge motivierte Aktivisten und Unterstützer unserer nationalrevolutionären Bewegung 'Der III. Weg' über 2.000 Haushalte in Weißenfels mit Flugblättern zum Thema 'Homopropaganda stoppen' versorgt." Die Kleinpartei versucht bereits seit Jahren bundesweit, die Bevölkerung gegen CSDs oder andere queere Events zu mobilisieren.

Zudem wurde von bislang Unbekannten vor kurzem eine in Regenbogenfarben bemalte Treppe an einer Schule im wenige Kilometer von Weißenfels entfernten Naumburg mit den Farben der Reichsflagge in schwarz-weiß-rot übermalt (queer.de berichtete).

CSD? Na sicher! Wir haben ein buntes Paket an Sicherheitsaspekten. Für außerhalb und rund um die Demo ist die Polizei...

Posted by CSD Burgenlandkreis on Monday, August 7, 2023
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Landrat Götz Ulrich (CDU) betonte als Schirmherr der Veranstaltung daher, es sei wichtig, Unterstützung zu signalisieren. Gerade solche rechtsextremen Positionen machten deutlich, wie wichtig dies sei. Neben extremen Positionen sei es aber auch sonst für homosexuelle oder queere Menschen nicht immer leicht, sich in ländlichen Regionen akzeptiert zu fühlen.

/ gzulrich | Götz Ulrich will – anders als viele in seiner Partei – nicht mit Rechtsextremen zusammenarbeiten
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Die Veranstalter*innen rechnen mit rund 500 Teilnehmenden. (dpa/dk)

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