Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?46595

New York

Joe Germanotta: Lady Gagas Vater schimpft über Migrant*­innen

Seit Monaten kommen tausende Einwander*innen aus Lateinamerika nach New York City. Lady Gagas Vater beklagt die vermeintlichen Auswirkungen einer Unterkunft für Migrant*innen auf die Lebensqualität seines Viertels an der Upper West Side.


Joe Germanotta betreibt ein italienisches Restaurant an der Upper West Side (Bild: IMAGO / Cover-Images)
  • 10. August 2023, 11:49h 2 Min.

Seit 35 Jahren wohnt Joe Germanotta (66), der Vater von Superstar Lady Gaga (37), im edlen Apartmenthaus "The Pythian" in der West 70th Street des New Yorker Stadtteils Upper West Side. Nicht weit entfernt von seiner Residenz eröffnete er 2012 das italienische Restaurant "Joanne" – benannt nach seiner Schwester Joanne Germanotta (1955-1974), die im Alter von 19 Jahren an der Autoimmunkrankheit Lupus starb. Wie er der konservativen Boulevardzeitung "New York Post" berichtete, fühlt er sich seit einiger Zeit in seinem Viertel nicht mehr wohl. Grund dafür sei die aus dem Ruder gelaufene Situation rund um eine neue Unterkunft für Migrant*­innen in seiner unmittelbaren Umgebung.

Um der steigenden Zahl von Einwander*­innen Herr zu werden, verwandelte die New Yorker Stadtverwaltung vor rund sechs Wochen das nahegelegene "Stratford Arms Hotel" – bisher ein Wohnheim der American Musical and Dramatic Academy – kurzerhand in eine Unterkunft für rund 500 lateinamerikanische Ankömmlinge, hauptsächlich Frauen und Familien. "Damit hat das ganze Chaos begonnen", meint Germanotta, der sich nicht nur um das aus den Fugen geratene Gefüge des Viertels, sondern auch um eine vermeintliche Wertminderung der umliegenden Immobilien sorgt.

"Die Nutten kommen und gehen"

"Die Nutten kommen und gehen. Morgens sieht man Prostituierte, die aus dem Gebäude kommen", berichtete der Edel-Gastronom. "Am schlimmsten ist es nachts. Der Lärm. Es fängt gegen 10 Uhr an und geht bis 4 Uhr morgens. Sie spielen Musik und fahren mit ihren Motocross- und Motorrädern die Straßen rauf und runter." Grundsätzlich habe er volles Verständnis für die Unterbringung dieser Menschen in der Gegend, allerdings hätten die neuen Nachbar*innen das Viertel mittlerweile regelrecht in Beschlag genommen.

"Es macht mir nichts aus, dass sie dort sind. Sie werden dort drei Jahre lang bleiben. Das war der Vertrag, ich verstehe das", erläutert er und fügt hinzu: "Aber managen Sie es wenigstens. Sorgen Sie für angemessene Sicherheitsvorkehrungen, eine Polizeipräsenz und einen Verhaltenskodex."

Aus Protest gegen die seiner Meinung nach untragbaren Zustände übergab er der Stadtverwaltung, den örtlichen Polizeibehörden und Obdachlosenvereinen ein Papier, in dem die Sorgen seiner langjährigen Nachbarschaft schriftlich vermittelt werden. Germanotta hofft, dass seine Beschwerde dazu beitragen werde, das entstandene Chaos wieder in den Griff zu bekommen. Sein Resümee: "Wenn es so gewesen wäre, als meine Mädchen aufwuchsen, würde ich nicht mehr in New York leben." (spot/cw)

02.02.26 | US-Musikpreis
Grammys politisch wie selten zuvor
30.01.26 | Sie ist sieben mal nominiert
Bestätigt: Lady Gaga tritt am Sonntag bei den Grammys auf
24.12.25 | Jahresrückblick, Teil IV
Die queeren Songs des Jahres 2025