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Queerer Journalismus hat seinen Preis
Marcel Spittel: Ich zahle für queer.de, weil...
Leser*innen von queer.de begründen, warum sie sich für ein freiwilliges Abo entschieden haben (Teil 28).

Marcel Spittel, 34, lebt seit 2017 in Neubrandenburg. Dort hat er 2019 zusammen mit anderen Aktivist*innen den Verein queerNB gegründet und die erste CSD-Demo organisiert. Sein Geld verdient er als Lehrer an einer Berufsschule (Bild: privat)
- 12. August 2023, 04:15h 2 Min.
Hinter gutem Journalismus stecken viel Zeit und harte Arbeit – doch allein aus Werbeeinnahmen lässt sich ein Onlineportal wie queer.de nicht finanzieren. Mit freiwilligen Abos und Spenden, u.a. per Paypal oder Überweisung, sichern Hunderte Leser*innen die wichtige Arbeit für die LGBTI-Community. Doch nach wie vor arbeitet die Redaktion am Limit. Wir kämpfen täglich dafür, die Qualität halten zu können, und wollen besser werden. Doch ohne weitere Hilfe besteht die Gefahr, dass wir unsere Berichterstattung einschränken müssen. Hier informieren wir über Hintergründe und Möglichkeiten der Unterstützung.
Vor allem regelmäßige Beträge, seien es auch nur fünf Euro im Jahr, helfen: In dieser Serie erklären Leser*innen, warum sie queer.de mit einem freiwilligen Abo unterstützen. Wir knüpfen damit an eine frühere Kampagne an: Bereits 2015 hatten wir 17 Unterstützungs-Statements veröffentlicht.
Nach dem Medienwissenschaftler Jörg Litwinschuh-Barthel, dem Pressesprecher der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) Markus Gutfleisch, Conrad Breyer und Stanislav Mishchenko von Munich Kyiv Queer, queer.de-Autor Fabian Schäfer, der Bundestagsabgeordneten Nyke Slawik, "Queerspiegel"-Redakteur Tilmann Warnecke, dem Hamburger Bürgerschaftsabgeordneten Farid Müller, dem Düsseldorfer Rentner und Aktivisten Thomas Hellgrewe, der Berliner Soziologin Dr. Kerstin Oldemeier und dem Kölner Verlagskaufmann Lars Lucht begründet heute Marcel Spittel, Vorsitzender des Vereins queerNB aus Neubrandenburg, sein Engagement:
Ich zahle für queer.de, weil eine Demokratie Orte zum Meinungsaustausch braucht. Orte, an denen auch kontroverse Diskussionen stattfinden können. Und Orte, an denen Informationen veröffentlicht werden, die für eine größere Gruppe relevant sind. Sei es eine Recherche zur Situation von LGBTIQ* in Russland, der nächste CSD-Termin in meiner Heimatstadt oder auch kritische Nachfragen bei Regierung zum Stand des Selbstbestimmungsgesetzes. All das leistet queer.de tagtäglich für LGBTIQ* in einer Medienlandschaft, in der sexuelle und geschlechtliche Minderheiten noch viel zu selten Erwähnung finden.
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