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Sachsen-Anhalt

Mutmaßliche Neonazis attackieren ersten CSD in Weißenfels

Zwischen 20 und 30 Personen versuchten am Samstag, den ersten Christopher Street Day im Burgenlandkreis zu stören. Es kam zu Flaschenwürfen, auch wurde ein Hitlergruß gezeigt. Die Polizei war offenbar nicht vorbereitet.


Am ersten CSD in Weißenfels beteiligten sich nach Angaben der Polizei rund 600 Menschen (Bild: Omas Gegen Rechts Leipzig / X)

Beim ersten Christopher Street Day (CSD) in Weißenfels (Burgenlandkreis) in Sachsen-Anhalt haben mehrere mutmaßlich rechtsextreme Störer mit Gegenständen, darunter Flaschen, geworfen. Vor Beginn der CSD-Demonstration sei es im Bereich des Marktes zu einer Störung durch eine Personengruppe gekommen, teilte die Polizei am Abend mit. Personen wurden nicht verletzt.

/ WeberKili

Die Polizei stellte von 20 Beteiligten dieser Störaktion die Identität fest. Zu deren Motivation machte die Behörde zunächst keine Angaben. Eine Polizeisprecherin sagte auf Nachfrage, zu weiteren Details könne sie noch nichts sagen – ihr liege der Abschlussbericht dazu noch nicht vor. Nach Angaben von Augenzeug*­innen handelte es sich um bis zu 30 Störer, einer soll einen Hitlergruß gezeigt haben.

/ mschultheisssrb | Auch die "tagesschau" berichtete
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Bereits der Start der Demonstration hatte sich um etwa 45 Minuten verzögert, weil nach Angaben der Veranstalter*­innen zu Beginn nicht ausreichend Polizist*­innen vor Ort waren, um den Zug zu schützen. Nach den Störungen wurde die Demonstrationsroute verkürzt und in einen besser einsehbaren Bereich verlegt. Laut Polizei nahmen rund 600 Menschen an dem Umzug für LGBTI-Rechte teil.

/ OmasGegRechtsLE | Nicht alle bekamen von den Störungen etwas mit
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Neonazi-Partei mobilisierte gegen den CSD

Bereits im Vorfeld des CSD, der erstmals im Burgenlandkreis veranstaltet wird, hatte es Drohungen und Hetze gegen die Veranstaltung gegeben, unter anderem von der rechtsextremistischen Partei "Der Dritte Weg". Sowohl in sozialen Medien als auch auf Flugblättern wurde mit queer­feindlichen Aussagen Stimmung gegen den CSD gemacht (queer.de berichtete).

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Zudem war vor kurzem eine in Regenbogenfarben bemalte Treppe an einer Schule in Naumburg von bislang Unbekannten mit den Farben der Reichsflagge in schwarz-weiß-rot übermalt worden (queer.de berichtete).

Landrat Götz Ulrich (CDU) betonte als Schirmherr der Veranstaltung daher, es sei wichtig, Unterstützung zu signalisieren. Gerade solche rechtsextremen Positionen machten deutlich, wie wichtig dies sei. Neben extremen Positionen sei es aber auch sonst für queere Menschen nicht immer leicht, sich in ländlichen Regionen akzeptiert zu fühlen. (cw/dpa)

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