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Berlin

Mann randaliert in queerem Café: Staatsschutz ermittelt

Ein 49-Jähriger randalierte in Neukölln unter Drogeneinfluss in einem queeren Lokal – die Polizei nahm den Mann vorläufig fest.


Die Polizei nahm den Tatverdächtigen in der Nacht zum Donnerstag fest (Bild: René Mentschke / flickr)

  • 17. August 2023, 08:28h 2 Min.

Am späten Mittwochabend soll ein Mann nach Polizeiangaben in einem "in der queeren Community beliebte Lokal" in Berlin-Neukölln randaliert und Gäste bedroht haben. Nach bisherigen Erkenntnissen habe der 49-Jährige gegen 23.45 Uhr das Café in der Brusendorfer Straße betreten, soll sofort einen Stuhl genommen und gegen die Decke geworfen haben. Er soll dann weiter durch das Café gelaufen sein und Gäste bedroht haben.

Anschließend sei der Tatverdächtige gegangen. Gegen 0.30 Uhr sei er dann zum Lokal zurückgekehrt. Alarmierte Polizeikräfte nahmen den Mann darauf vorläufig fest. Der 49-Jährige soll unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen gestanden haben und wurde zur Blutentnahme in einen Polizeigewahrsam gebracht. Aufgrund seines "aggressiven Auftretens" sei darauf Anschlussgewahrsam angeordnet worden, so dass der Mann hinter Gittern blieb.

Die Ermittlungen hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin übernommen. Dies ist in Berlin bei einem vermuteten Hass­verbrechen üblich.

Aus der Bundeshauptstadt gibt es immer wieder Berichte über queerfeindliche Übergriffe, da die Landespolizei mögliche Hassverbrechen aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität gezielt publik macht und diese daher vergleichsweise häufig der Öffentlichkeit meldet. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt haben eigene Ansprechpartner*innen für LGBTI.

Bereits zu Wochenbeginn hatten Brandanschläge auf einen lesbischen Verein in Neukölln und auf das Homosexuellen-Mahnmal am Tiergarten die Öffentlichkeit erschüttert. Am Dienstag gab die Polizei die Festnahme eines 63-jährigen Mannes bekannt (queer.de berichtete). (cw/pm)

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