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Entscheidung von Amazon

"Eine Klasse für sich" abgesetzt

Der queere Reboot der Neunzigerjahre-Filmkomödie "Eine Klasse für sich" wird laut Amazon ein Opfer des Streiks in Hollywood. Ist die Begründung nur ein Vorwand?


"Eine Klasse für sich" geht nach acht Folgen zu Ende (Bild: Amazon Prime Video)

  • 22. August 2023, 13:33h 2 Min.

Die Prime-Video-Serie "Eine Klasse für sich" ("A League of Their Own") wird doch keine abschließende zweite Staffel erhalten. Wie Amazon am Montag mitteilte, werde die US-Serie wegen des Streiks der Autor*innen und Schauspieler*innen in Hollywood abgesetzt.

Die achtteilige erste Staffel war letztes Jahr vom Streamingdienst des weltweit größten Onlineversenders veröffentlicht worden (queer.de berichtete). Dabei handelt es sich um einen Reboot eines gleichnamigen Spielfilms aus dem Jahr 1992 mit Tom Hanks, Geena Davis und Madonna in den Hauptrollen. Beide Produktionen drehen sich um eine amerikanischen Frauen-Baseballliga während des Zweiten Weltkrieges. Allerdings behandelt die Serie – anders als der Film – ausdrücklich queere Figuren.

Eigentlich hatte Amazon zuvor angekündigt, die Serie mit einer vierteiligen zweiten Staffel zu Ende zu bringen. Die Serie hatte gute Kritiken erhalten, aber wohl nicht genügend Zuschauer*innen gefunden, wodurch Amazon bereits mit der Verlängerung haderte. Laut US-Medienberichten wurde die zweite Staffel zunächst nur durchgewinkt, weil die Produktionsfirma Sony Pictures Television die Lizenzgebühren gesenkt hatte.

Hauptdarstellerin und Serien-Miterschafferin Abbi Jacobson kritisierte die Absetzung. Die Berufung auf den Streik sei "blödsinnig und feige", schrieb sie auf Instagram. Schließlich gehe es beim Arbeitskampf um faire Bezahlung und faire Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig betonte die 39-Jährige, wie stolz sie auf die Produktion sei. Viele Promis, darunter die lesbische Moderatorin Rosie O'Donnell, lobten in einem Kommentar zu dem Instagram-Eintrag die Serie. Komikerin Wanda Sykes schrieb in Richtung Amazon: "Schande über euch". Jeff Bezos' Konzern aus Seattle hat sich zu der Kritik bislang nicht geäußert. (cw)

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