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"Ich glaube nicht, dass ich homophob bin"
BVB-Profi Felix Nmecha hält sich für verfolgte Unschuld
Der Dortmunder Fußballspieler hat sich in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview erneut gegen den Vorwurf verteidigt, er sei homophob oder transphob. Die Aussagen sind allerdings schon älter.

Felix Nmecha letzten Freitag beim Bundesliga-Auftaktspiel seines BVB gegen den 1. FC Köln (Bild: IMAGO / Revierfoto)
- 25. August 2023, 12:08h 2 Min.
Der Dortmunder Fußballprofi Felix Nmecha hat sich in einem am Donnerstagabend veröffentlichten Sky-Interview erneut gegen den Vorwurf verteidigt, er sei homophob oder transphob. Er könne nicht entscheiden, wie Menschen verschiedene Dinge interpretieren, sagte der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler des deutschen Vizemeisters: "Mein Ziel ist es, Menschen zu lieben und die Wahrheit zu teilen. Ich glaube nicht, dass ich homophob oder transphob bin, nicht mal annähernd." Das Interview wurde im Sommer-Trainingslager des BVB im kalifornischen San Diego geführt, die Aussagen sind demnach bereits mehrere Wochen alt.
Borussia Dortmund hatte Nmecha trotz der Proteste einiger Fans für laut Medienberichten rund 30 Millionen Euro vom VfL Wolfsburg verpflichtet (queer.de berichtete). Zwei von Nmecha geteilte queerfeindliche Postings in sozialen Medien waren von Dortmunder Anhängern kritisiert worden. Darin hatte er ein transphobes Video eines amerikanischen Rechtsextremisten geteilt sowie ein Bild, in dem CSD-Besucher*innen indirekt als teuflisch charakterisiert wurden. Seine Queerfeindlichkeit begründet Nmecha mit seinem evangelikalen Glauben. Die Bilder sind inzwischen wieder gelöscht worden.
Nmecha selbst hatte bereits zuvor klargestellt, "niemanden" zu "diskriminieren". "Ich glaube, dass einige Dinge aus dem Kontext gerissen wurden", hatte der gebürtige Hamburger zu der Thematik gesagt. "Ich hoffe, dass die Fans mir die Chance geben, um mich kennenzulernen."
"Ich stehe für meinen Glauben ein"
Über seinen Glauben sagte er bei Sky: "Ich war einfach ehrlich. Ich habe ihnen einfach gesagt, was ich glaube, dass ich ein Christ bin, dass ich gegen niemanden bin. Ich stehe für meinen Glauben ein und werde nicht gegen meinen Glauben verstoßen."
Für das Team von Trainer Edin Terzić feierte Nmecha am ersten Spieltag gegen den 1. FC Köln am vergangenen Samstag sein Pflichtspieldebüt. Beim 1:0 bereitete er das Siegtor durch Donyell Malen in der Schlussphase per Kopf vor. Einige Fans zeigten während des Spiels ein Transparent mit der Aufschrift "Gemeinsam gegen Homophobie" (queer.de berichtete). Später beklagte eine Fangruppe, wegen der Aktion von queerfeindlichen Fans bedrängt worden zu sein (queer.de berichtete). (dpa/dk)













