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Katholische Kirche

Berlin: Queer-Beauftragter begrüßt Wegweisung bei Segnung von Lesben und Schwulen

In der Entscheidung des Berliner Erzbischofs Heiner Koch, die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren zu dulden, sieht Alfonso Pantisano, "Ansprechperson Queeres Berlin" des Senats, ein positives Signal.


Alfonso Pantisano wurde im Juli vom Senat zur "Ansprechperson Queeres Berlin" ernannt (Bild: IMAGO / Bernd Elmenthaler)

  • 27. August 2023, 04:34h 2 Min.

Der Queerbeauftragte Berlins sieht in der Entscheidung des Erzbischofs Heiner Koch zum Thema Segnung homosexueller Paare in der katholischen Kirche ein positives Signal. "Dass die Katholische Kirche in Berlin jetzt mit Blick auf ihre Gläubigen die Arme der Versöhnung weitet, ist ein Segen für all die queeren Menschen, die an ihren Gott glauben", teilte Alfonso Pantisano (SPD) am Samstag auf Facebook mit.

Wenn wir die steigende Queerfeindlichkeit wirklich in eine gelebte Akzeptanz verwandeln wollen, dann braucht es auch den...

Posted by Alfonso Pantisano on Saturday, August 26, 2023
Facebook / Alfonso
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Koch selbst will gleichgeschlechtliche Paare zwar nicht segnen, solange das der Konsens des Vatikans ist, wie er in einem am Freitag veröffentlichten Schreiben an die Mitarbeiter*innen im Erzbistum (PDF) mitteilte. Er ließ es jedoch den Seelsorger*innen des Erzbistums offen, sich für oder gegen eine Segnung homosexueller Paare zu entscheiden. Zuvor berichteten Medien.

"Dieses Beispiel könne die Kraft entwickeln, Hass in Liebe zu verwandeln"

"Solange über die Frage des Segens für Paare, die nicht sakramental heiraten können oder wollen, der Status Quo besteht, werde ich gegen Seelsorgerinnen und Seelsorger, die die Paare in ihren besonderen persönlichen Situationen nach einem der Gewissensbildung- und -entscheidung dienenden pastoralen Gespräch aus seelsorglichen Gründen segnen, nicht disziplinarisch vorgehen", hieß es in dem Brief.

Der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano betonte, um steigende Queerfeindlichkeit in Akzeptanz zu verwandeln, brauche es den Respekt und die echte Nächstenliebe der unterschiedlichsten Religionen. "Der Vatikan hat in seiner Geschichte auch viel Leid in die Welt getragen und damit großen Schaden angerichtet, der mit Blick auf Homophobie weltweit noch stark zu spüren ist." Dieses Beispiel könne die Kraft entwickeln, Hass in Liebe zu verwandeln. "Mit dieser Hoffnung verbinde ich den Wunsch, dass sich der Vatikan ein Beispiel daran nimmt." Er sei allen Berliner*innen dankbar, die "so leidenschaftlich" am synodalen Weg mitgewirkt haben.

Lob auch von "Wir sind Kirche"

Auch der Sprecher der katholischen Reformbewegung "Wir sind Kirche", Christian Weisner, befürwortet die Entscheidung. "Wir sehen das positiv, dass Heiner Koch nicht von oben durchgreift, sondern seinen Seelsorgerinnen und Seelsorgern die Entscheidungsfreiheit gibt." Es sei gut, dass nicht mit Verboten oder Kirchenrecht gearbeitet werde. "Der Wunsch und die Bitte von Menschen, gesegnet zu werden, ist wichtiger als das Kirchenrecht, und dem muss die Kirche nachkommen." (cw/dpa)

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