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Interview

Wann kommt die dritte Staffel von "Loving Her", Banafshe Hourmazdi?

Zwei Jahre nach dem Serienauftakt ist die lesbische ZDF-Produktion "Loving Her" mit einer zweiten Staffel zurück. Wir sprachen mit Hauptdarstellerin Banafshe Hourmazdi über die neuen Folgen und ob es eine weitere Fortsetzung geben wird.


Banafshe Hourmazdi in "Loving Her": In der zweiten Staffel will ihre Serienfigur Hanna ihre Probleme mit spiritueller Heilung loswerden (Bild: ZDF / Marcus Glahn)

Vor zwei Jahren begeisterte Banafshe Hourmazdi erstmals als sich wild durch Berlin datende Serien-Heldin Hanna in der ZDF-Produktion "Loving Her" (queer.de berichtete). Nun meldet sich die im Ruhrgebiet geborene Schauspielerin in dieser Paraderolle als lesbische Frau of Color mit einer zweiten Staffel zurück (zu sehen jetzt in der ZDF-Mediathek sowie am 3. September 2023 bei ZDFneo).

Ab dem 19. Oktober ist Hourmazdi dann auch wieder auf der Kinoleinwand zu sehen, in der so charmanten wie diversen Ensemblekomödie "Ein Fest fürs Leben". Wir erwischten die Wahl-Berlinerin, die auch im preisgekrönten Film "Futur Drei" mitspielte, für ein kurzes Gespräch in Polen, wo sie gerade für ein neues Projekt vor der Kamera steht.

Banafshe, die erste Staffel von "Loving Her" liegt schon zwei Jahre zurück. Wussten Sie immer, dass es eine zweite geben würde?

Um ehrlich zu sein, war es eher eine Überraschung, als ich irgendwann erfuhr, dass es doch eine zweite Staffel geben wird, denn erst einmal hörte ich dazu lange nichts. Aber natürlich habe ich mich total gefreut. Und war sehr gespannt, denn ich hatte gehört, dass sich in der niederländischen Originalserie "Anne+", die ich bis heute leider nicht gesehen habe, die zweite Staffel sehr viel mit der Positionierung der Protagonistin als weißer Frau beschäftigte. Was natürlich eine der wenigen Dinge ist, die ich als Schauspielerin nicht verkörpern kann.


Als Volontärin muss Hanna in der zweiten Staffel lernen, sich durchzusetzen. Ob sie mit ihrem queeren Pitch wohl die Geschäftsführung überzeugt? (Bild: ZDF / Marcus Glahn)

Dass die Protagonistin Hanna eine lesbische Frau of Color ist, wird in der Serie mit viel Selbstverständlichkeit behandelt. Das ist im deutschen Fernsehen eine erfreuliche Neuentwickung, oder?

Ja, wobei gerade das natürlich auch zwei Seiten hat. Einerseits ist es toll, dass ausgerechnet diese beiden Aspekte der Figur mit größter Selbstverständlichkeit präsentiert werden. Aber andererseits kann man auch genau das kritisieren, was Bekannte von mir im direkten Feedback auch schon getan haben. Denn in der Realität ist es eben sehr oft nicht immer einfach und unproblematisch, queer und of color zu sein.

Sich nur darum zu kümmern, wen man als nächstes daten kann, wäre für die meisten Menschen wie Hanna ein Luxusproblem; da gibt es im Alltag Dringlicheres. Doch Geschichten, die von diesen anderen Problemen handeln, gibt es ja genug. Und ich mag auch dieses Weichzeichnen, dass man unserer Serie vielleicht unterstellen kann, weil es eben noch einmal einen ganz anderen Ort für Identifikation darstellen kann.

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Also hoffen Sie auf eine dritte Staffel?

Ich kann nicht so wirklich gut loslassen, deswegen habe ich mich sicherlich noch nicht von ihr verabschiedet. Und prinzipiell hätte ich durchaus Lust darauf, eine dritte Staffel zu machen. Das wäre auch eine schöne Chance, noch ein paar Themen weiter zu beleuchten, die jetzt schon in der neuen Staffel angerissen werden, etwa der Alltag älterer Queers oder Chosen Family. Ich glaube, man könnte Hannas Geschichte gut als Sprungbrett nutzen, noch andere Aspekte queeren (Zusammen-)Lebens zu beleuchten.

Galerie:
Loving Her - Staffel 2
28 Bilder
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