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- 20. April 2006 1 Min.
Pietermaritzburg (queer.de) - Einer Studie zufolge sind 20 Prozent von schwulen Schülern und 19 Prozent von lesbischen Schülerinnen in der bevölkerungsreichsten südafrikanischen Provinz bereits sexuell missbraucht oder vergewaltigt worden. Das berichtet die Zeitung "The Witness". Die Umfrage wurde im Auftrag des lokalen schwul-lesbischen Netzwerks Pietermaritzburg in der Provinz KwaZulu-Natal durchgeführt. Demnach sind Schwarzer und Inder, die einen großen Teil der Bevölkerung in dieser Provinz stellen, weit häufiger von Übergriffen betroffen als Weiße. Täter sind zu zwei Dritteln Mitschüler, aber auch Lehrer oder Schulleiter. Lesben seien oft Vergewaltigungen ausgesetzt, mit dem Ziel sie wieder heterosexuell zu machen, so das schwul-lesbische Netwerk. Die Opfer würden häufig keinen Arzt aufsuchen, da sie dem Gesundheitssystem misstrauten. Außerdem seien Selbstmordversuche weit verbreitet: So hätte beinahe jeder Fünfte Befragte schon einmal versucht, sich das Leben zu nehmen. (dk)














